Konsumsicherung und Vermögen

 

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Ordnet man die Haushalte in Gruppen (Dezile) nach der Höhe ihres Konsumsicherungsniveaus gemessen in Jahren und Monaten – erkennt man, dass 30 % der Haushalte in Deutschland maximal wenige Wochen oder Monate ihr aktuelles Kon-sumniveau aus ihren Vermögen sichern könnten. Diese Haushalte verfügen über kein nennenswertes Vermögen oder sind sogar verschuldet, sie sind somit auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen. Weitere 20 % der Haushalte könnten maximal knapp zwei Jahre Einkommensausfall kompensieren. 1 Jahr und 11 Monate stellt auch den Mittelwert (Median) für alle Haushalte dar. Weitere 30 % könnten maximal knapp acht Jahre ihr aktuelles Konsumniveau halten. 10 % der Haushalte könnten mindestens knapp 13 Jahre und 5 % sogar über 21 Jahre ihren Konsum sichern.

Die Höhe des Konsums steigt dabei bis zum 8. Dezil kontinuierlich an und fällt dann wieder leicht ab. Ursachen hierfür sind u. a. die Haushalts- und Altersstruktur. Die Höhe des Vermögens steigt kontinuierlich an. Allerdings gibt es in (fast) allen Konsumsicherungs-dezilen einige Haushalte mit einem vergleichsweise hohen Konsumniveau und dadurch ver-gleichsweise schnell aufgebrauchtem Vermögen und einige sehr sparsame Haushalte, deren Vermögen aufgrund ihres zurückhaltenden Konsums lange reichen würde. Einige Haushalte könnten bis zu ihrem Lebensende (definiert als bis zur Dauer von 100 Jahren) ihr aktuelles Konsumniveau durch Verbrauch ihres Vermögens halten (sie bilden somit die obere Grenze des 10 Dezils).


Weitere Erläuterungen

Für die Annahmen zur Berechnung, wie lange das Vermögen zur Sicherung des Konsums ausreicht siehe Verteilungsbericht 2017, S. 3, Infobox 1 zur Berechnungsgrundlage und dem methodischen Vorgehen

Konsum: Der Konsum umfasst alle Haushaltsausgaben für Güter und Dienstleistungen, also z. B. Lebensmittel, Strom oder Friseurbesuche. Er ergibt sich aus dem verfügbaren Einkommen minus der Spar- und Tilgungsleistungen zum Vermögensaufbau – dies sind zum Beispiel Überweisungen auf ein Sparbuch oder in einen Fond bzw. das Abbezahlen einer Hypothek auf einer Immobilie.

Konsumsicherungsniveau:
Das Konsumsicherungsniveau entspricht dem aktuell vorhandenen Nettovermögen geteilt durch den aktuellen jährlichen Konsum.

Nettohaushaltseinkommen: Das Nettohaushaltseinkommen ergibt sich aus den Gesamteinkünften aller Mitglieder eines Haushaltes nach Steuern und Sozialabgaben. Zu diesen Einkünften zählen u.a. das Arbeitnehmerentgelt, Unternehmens- und Vermögenseinkommen sowie staatliche Transferzahlungen und Mietersparnisse durch selbst genutztes Wohneigentum.

Nettovermögen: Das Nettovermögen einer Person oder eines Haushalts setzt sich üblicherweise aus folgenden Vermögensarten zusammen: Geld- und Immobilienvermögen, Betriebsvermögen und Sachvermögen wie z.B. wertvolle Gemälde oder teurer Schmuck. Davon werden alle Schulden und Verbindlichkeiten wie z.B. Kredite oder Hypotheken abgezogen.

Quellen


SOEP Welle 29; eigene Berechnungen

 

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