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Regional konzentriert sich die Zunahme der SGB II-Kinder auf Westdeutschland. Im Osten war nur im vergangenen Jahr ein kleiner Anstieg beim Anteil der Kinder, die von Hartz IV leben, festzustellen. In den vergangenen Jahren hat dies zu einer gewissen Angleichung der beiden Teile Deutschlands beigetragen. Wie aus der Karte ersichtlich ist, verbleiben auf der Kreisebene große Unterschiede: Die höchsten SGB II-Quoten unter Minderjährigen weisen Gelsenkirchen (41,0 Prozent), Bremerhaven (36,1 Prozent) und Halle an der Saale (34,3 Prozent) auf. Die Kreise mit den niedrigsten SGB II-Quoten liegen alle in Bayern: Pfaffenhofen an der Illm (2,2 Prozent), Eichstätt (2,3 Prozent) und Donau-Ries (2,5 Prozent).

Fazit

Ein wachsender Anteil der in Deutschland lebenden Kinder ist auf das SGB II-System angewiesen. Die Ursache für diesen Anstieg ist in der jüngsten Einwanderungswelle zu finden. Die Zahl der deutschen Kinder, die von Hartz IV leben müssen, nimmt hingegen seit etwa zwei Jahren ab. Dennoch hat der Löwenanteil der von Hartz IV betroffenen Kinder die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies zeigt sich auch darin, dass die SGB II-Quoten der Kinder in vielen Kreisen Ostdeutschlands – in denen es kaum Einwanderer gibt – weiterhin sehr hoch sind.

Eine wichtige Herausforderung besteht mithin darin, eingewanderte Eltern zu befähigen, Arbeit zu Konditionen und Löhnen zu finden, mit denen sie ihre Familien über die Runden bringen können ohne zum „Amt“ zu gehen. Darüber dürfen jedoch nicht die deutschen Kinder vergessen werden. Schließlich hat die Rekordbeschäftigung die Zahl der deutschen SGB II-Kinder erst um gut 130.000 verringert.

Literatur

Bundesagentur für Arbeit. 2017a. Kinder in Bedarfsgemeinschaften. Dezember 2016. Nürnberg.
Bundesagentur für Arbeit. 2017b. Kinder in Bedarfsgemeinschaften. Juni 2017. Nürnberg.
Statistisches Bundesamt. 2017. Bevölkerung mit Migrationshintergrund - Ergebnisse des Mikrozensus. Fachserie 1 Reihe 2.2-2016. Wiesbaden.

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