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Die Altersarmut steigt auch unter der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund

Die Altersarmut hat den Angaben der Amtlichen Sozialberichterstattung zufolge seit 2006 kontinuierlich zugenommen. Wie die Abbildung 3 zeigt, setzt sich diese Tendenz auch am aktuellen Rand fort: Nunmehr leben 14,8 Prozent aller Personen im Alter von 65 Jahren und mehr unter der Armutsgrenze.

Zumindest für den Zeitraum seit 2009 wird ferner deutlich, dass sich der Anstieg der Altersarmut in Deutschland sehr wohl auch auf die Älteren ohne Migrationshintergrund erstreckt. Diese Gruppe ist inzwischen deutlich stärker armutsgefährdet ist als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund insgesamt (vgl. Armut nach Migrationshintergrund). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Älteren mit Migrationshintergrund ein noch viel höheres und weiter steigendes Armutsrisiko aufweisen.

Fazit

Das Armutsrisiko der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Einwanderer und ihre Kinder tragen hingegen weiterhin ein hohes Armutsrisiko. Der kontinuierliche Anstieg der Altersarmut zeigt ein Problem an, das unabhängig von der Herkunft immer mehr Menschen betrifft und systematisch gelöst werden muss. Die Integration von Zuwanderern ist eine zentrale, aber nicht die einzige Herausforderung. Eingewanderten Eltern und insbesondere Müttern muss es möglich werden, Arbeit zu Konditionen und Löhnen zu finden, mit denen sie ihre Familien selbst über die Runden bringen können. Zugleich brauchen aber auch in Deutschland geborene Kinder einen besseren Schutz gegen Armut, denn schließlich hat sich auch deren Armutsrisiko trotz Rekordbeschäftigung nur wenig verringert. Maßnahmen gegen die weit verbreitete Niedriglohnbeschäftigung kommen auch den Kindern prekär Beschäftigter zu Gute.

Quellen

Seils, Eric / Höhne, Jutta (2017): Wird die Kinderarmut weiter steigen? WSI Policy Brief; Nr. 10.

Statistisches Bundesamt (verschiedene Jahrgänge): Bevölkerung mit Migrationshintergrund - Ergebnisse des Mikrozensus. Fachserie 1 Reihe 2.2. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt.  

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