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In Ostdeutschland hat die Kinderarmut seit 2005 insgesamt deutlich abgenommen, trotz des Anstiegs im vergangenen Jahr. Berlin ist jedoch die große Ausnahme von diesem Trend: Dort steigt die Kinderarmutsquote seit 2006 recht kontinuierlich an. Zwischen 2014 und 2015 hat sich die Armutsquote der Berliner Kinder um 3 Prozentpunkte auf 29,8 Prozent erhöht. Damit wurde der höchste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahre 1996 erreicht (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2014). Von allen armen Kindern in den neuen Bundesländern lebt über ein Viertel (26,5 Prozent) in Berlin. Der Anstieg der Kinderarmut in Berlin wurde durch zwei Faktoren begünstigt: Erstens dürfte die starke Zuwanderung in den letzten Jahren zu dieser Entwicklung beigetragen haben. So hat sich der Anteil der eingewanderten Ausländer an der Berliner Gesamtbevölkerung seit 2011 um 3,2 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent im Jahre 2015 erhöht. Zweitens haben sich die (bedarfsgewichteten) privaten Einkommen in Berlin im Vergleich zum Bundesdurchschnitt schwach entwickelt.

Wie die Abbildung zeigt, kontrastiert die Entwicklung in Berlin insbesondere mit der in Sachsen-Anhalt: Dort ist der Anteil der Kinder, die in Einkommensarmut leben, seit 2005 um 6,6 Prozentpunkte auf nunmehr 27,2 Prozent gesunken. Auch in der Region Dresden ist die Armutsquote stetig zurückgegangen und auf 20 Prozent gefallen. An beiden Regionen ist die Einwanderungswelle der letzten Jahre weitgehend vorbeigegangen. Dies gilt auch für Thüringen: In diesem Regierungsbezirk nimmt die Kinderarmut allerdings seit Jahren zu. Der Grund für den zuletzt sprunghaften Anstieg um 2,9 Prozentpunkte auf 26,6 Prozent liegt in der schwachen Entwicklung des Arbeitsmarktes. Trotz der nur geringfügigen Einwanderung ist die Erwerbstätigenquote dort zuletzt stärker gesunken als in allen anderen Regionen. Nächste Seite ...


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