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Der Einfluss der letzten Einwanderungswelle zeigt sich auch bei einer Gliederung nach Herkunftsregion: Der Großteil der Neueingewanderten ist aus Afrika sowie vor allem aus den Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens zu uns gekommen. Neueingewanderte Minderjährige aus diesen Regionen sind auch bei weitem am stärksten von Armut betroffen: Die Armutsquote liegt unter Kindern und Jugendlichen mit einem Migrationshintergrund aus Afrika bei 47,3 Prozent, aus dem Nahen und Mittleren Osten bei 44,9 Prozent. Aber auch unter den Kindern und Jugendlichen, die einen osteuropäischen Migrationshintergrund haben, ist das Armutsrisiko noch mehr als doppelt so hoch (27,4 Prozent) wie unter den Minderjährigen ohne Migrationshintergrund (13,5 Prozent).

Diese Unterschiede lassen sich auf zweierlei Gründe zurückführen: Erstens spielen herkunftslandspezifische Muster der Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen eine Rolle: je niedriger die Erwerbsbeteiligung einer Bevölkerungsgruppe, desto höher ihr Armutsrisiko (Seils 2016). Zweitens ist der je nach Herkunftsregion unterschiedliche Anteil der Eingewanderten an den Migrantenkindern von Bedeutung, weil Einwanderer ein viel höheres Armutsrisiko tragen als jene Kinder mit Migrationshintergrund, die hier geboren wurden. So weisen Kinder und Jugendliche, die selbst aus dem Nahen und Mittleren Osten bzw. Afrika eingewandert sind, mit 72,9 bzw. 61,8 Prozent extrem hohe Armutsrisikoquoten auf. Zudem sind unter ihnen sehr viele Flüchtlingskinder, die ganz besonders armutsgefährdet sind und die hohen Armutsquoten für Kinder aus diesen Regionen erklären (Seils und Höhne 2016b, S. 2-3). Nächste Seite ...

Literatur

Seils, Eric, und Jutta Höhne. 2016b. Wie wirkt sich die Einwanderung auf die Armut aus?

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