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Tarifpolitik, Tarifbindung und Mindestlohn

Das Tarifsystem und vor allem der branchenbezogene Flächentarifvertrag unterliegen seit langen Jahren einem Prozess der äußeren und inneren Erosion. Die Arbeitgeberverbände haben, mit Verweis auf Wettbewerbsdruck, die Flucht aus der Tarifbindung möglich gemacht - und damit einen "Wettbewerb nach unten" eröffnet. Das WSI dokumentiert die Effekte der Tarifpolitik und hat konkrete Vorschläge für eine Re-Stabilisierung des deutschen Flächentarifvertragssystems vorgelegt.

Auch der Mindestlohn wird 2017 ein viel debattiertes Thema bleiben. Immer wieder wird versucht, Ausnahmen vom Mindestlohn durchzusetzen – zuletzt mit Bezug auf Flüchtlinge. Das WSI hat die Einführung des Mindestlohns von Anfang an wissenschaftlich begleitet und gegen Sonderregelungen argumentiert. Mit seiner langjährigen Expertise und gestützt auf seine einzigartige Datenbasis – das WSI-Tarifarchiv und die Mindestlohndatenbank – wird das WSI die Implementation des Mindestlohns auch in der Zukunft evaluieren und mitgestalten.

WSI Mindestlohnbericht 2017

Kräftiger Zuwachs beim Mindestlohn

21 EU-Staaten haben ihre Lohnuntergrenze seit Anfang 2016 angehoben. Die nominalen Erhöhungen waren die stärksten seit 2007, und auch real legten die Mindestlöhne in den meisten Ländern spürbar zu. Ein existenzsicherndes Einkommen ist damit in vielen Ländern trotzdem nicht gewährleistet.

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WSI Policy Brief 9/2017

Minilöhne für Minijobber

Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) sowie des Panels "Arbeitsmarkt und soziale Sicherung" (PASS) zeigen für das Jahr 2015: Die gesetzliche Lohnuntergrenze wurde nicht konsequent eingehalten.

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Sammelband zu Ehren von Reinhard Bispinck

Tarifpolitik als Gesellschaftspolitik

Tarifabschlüsse sind weitaus mehr als die Anhebung der Arbeitsentgelte - Tarifpolitik ist eine wesentliche Voraussetzung für einen sozial regulierten Kapitalismus. In dem von Thorsten Schulten, Heiner Dribbusch, Gerhard Bäcker und Christina Klenner herausgegebenen Band diskutieren 48 Autorinnen und Autoren aktuelle Fragen und Gestaltungsoptionen.

Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeit
Inhalt und Leseprobe (pdf)

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Evaluation der Reform 2014

Erleichterung der Allgemeinverbindlicherklärung - Eine gescheiterte Reform?

Ziel der AVE-Reform war es, die Tarifautonomie zu stärken und angemessene Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer/innen zu sichern. Die Daten weisen jedoch keine Verbesserung der Situation aus. Die Barrieren gegen eine stärkere Nutzung der AVE sind beträchtlich.

Vortrag zum Download (pdf)

Stabilisierung des Flächentarifvertrages

Reform der Allgemeinverbindlicherklärung

Seit Beginn der 1990er Jahre hat sich der Anteil der allgemeinverbindlich erklärten Tarifverträge an allen geltenden Ursprungstarifverträgen von 5,4 % auf 1,7 % im Jahr 2011 verringert. Der wichtigste Grund für den Rückgang liegt in der zunehmend ablehnenden Haltung der Arbeitgeberseite. In vielen anderen europäischen Staaten, die ebenfalls den branchenbezogenen Flächentarifvertrag als strukturbildende Form des nationalen Tarifvertragssystems kennen, ist die Tarifbindung hingegen erstaunlich stabil geblieben – vor allem dank der breiten Anwendung des Instruments der Allgemeinverbindlicherklärung. Die Erosion des deutschen Tarifvertragssystems ist also keineswegs zwangsläufig, sondern kann durch politische Intervention gestoppt und sogar umgekehrt werden.

Schwerpunktheft der WSI-Mitteilungen



Überblick

Mindestlohn: Positive Bilanz

Bilanz nach einem Jahr Mindestlohn: In klassischen Niedriglohnbranchen sind die Verdienste kräftig gestiegen. Der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat der Mindestlohn nicht geschadet.

Im Rahmen einer schriftlichen Anhörung der Mindestlohnkommission haben WSI und IMK eine grundsätzliche Einschätzung erarbeitet und geben einen Überblick über die Entwicklung der Stundenlöhne nach soziostrukturellen Merkmalen, Branchen und Betriebsgrößen, über die Auswirkungen auf faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen und über die Beschäftigungseffekte.

Ein Jahr Mindestlohn in Deutschland (pdf)
Bisherige Auswirkungen und zukünftige Anpassung des Mindestlohns (pdf)

Debatte um Sonderregelungen

Ausnahmen für Flüchtlinge beim Mindestlohn?

Weder aus ökonomischen noch aus politischen Gründen ist es eine gute Idee, Flüchtlinge vom allgemeinen Mindestlohn auszunehmen. Ökonomisch drohen Flüchtlinge in die soziale Sackgasse von Hilfsarbeiterkarrieren gedrängt zu werden, während politisch ein soziales Gegeneinander von Flüchtlingen und einheimischen Beschäftigtengruppen provoziert wird, das entsprechend soziale Sprengkraft beinhaltet.

Flüchtlinge - ohne Mindestlohn schneller in Lohn und Brot?

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Evaluation der Umsetzung

Praxis und Wirkung des Mindestlohns

Nach wie vor gibt es eine Reihe unzureichender und inkonsequenter Einzelregelungen. Eine wirksame Umsetzung des Gesetzes zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns bedarf einer präziseren Definition der anrechenbaren Entgeltbestandteile und der Erfassung der tatsächlichen Arbeitsstunden. Besondere Bedeutung kommt aus Sicht des WSI auch der Kontrolle und Durchsetzung der Mindestlohnansprüche zu.

Stellungnahme (pdf)

Evaluation der Einkommenseffekte

Mindestlöhne sind de facto Armutslöhne

Im internationalen Vergleich hat die Bundesrepublik noch Nachholbedarf: in allen westeuropäischen Ländern liegt der Mindestlohn mittlerweile über der 9-Euro-Marke“. Ein existenzsicherndes Einkommen garantiert die neue Lohnuntergrenze in Deutschland noch nicht.

In jüngster Zeit haben sich in mehreren Ländern sogenannte „Living-wage-Initiativen“ herausgebildet, die das Ziel verfolgen, Mindestlöhne durchzusetzen, die zum Leben reichen.

Mindestlohn schützt noch nicht vor Armut
„Living wages“ oder Armutslöhne? Ziele einer europäischen Mindestlohnpolitik



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Überblick

Tarifpolitik in Deutschland

Das WSI-Tarifarchiv ist die zentrale tarifpolitische Dokumentationsstelle der DGB-Gewerkschaften. Die Datenauswertungen belegen regelmäßig positive Effekte der Tarifbindung auf die Arbeitsbedingungen, Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer/innen. mehr ...

Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik 2016
Arbeitszeit: Tarifverträge bieten Unternehmen hohe Flexibilität
Tariflöhne Ost bei 98 Prozent, Rückstand ohne Tarif deutlich größer
Wer bekommt Urlaubsgeld und was sehen die Tarifverträge vor?
Frauen profitieren besonders deutlich von Tarifbindung

WSI-Tarifarchiv / Lohnspiegel

Wer verdient was?

Das Tarifarchiv bietet Informationen zu Tarifvergütungen in über 200 Berufen: Online-Datenbank zu tatsächlich gezahlten Einkommen - Datenbank Unterste Tarifvergütungen - weitere Tarifleistungen

Der LohnSpiegel ist ein kostenloses Web-Angebot mit Informationen zu tatsächlich gezahlten Löhnen und Gehältern in 380 Berufen, die fortlaufend in einer Online-Umfrage erhoben werden.

Tarifvergütungen
lohnspiegel.de



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Mindestlöhne international

WSI Mindestlohndatenbank

Eine interaktive Karte, detaillierte Tabellen und übersichtliche Grafiken informieren über Entwicklung und Höhe des Mindestlohns im europäischen und weltweiten Vergleich. Die Datenbank deckt insgesamt 30 Länder ab. mehr ...

Mindestlöhne national

Mindestlöhne in Deutschland

In Deutschland gilt ab 1. Januar 2015 ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von branchenspezifischen tariflichen Mindestlöhnen. Das WSI-Tarifarchiv bietet einen umfassenden Überblick über die Lohnuntergrenzen, aufgeschlüsselt nach Wirtschaftszweigen. mehr ...

Tarifliche Mindestlöhne

Das WSI-Tarifarchiv informiert in laufend aktualisierten Datenbanken über Tarifvergütungen, Branchenmindestlöhne und vergabespezifische Mindestöhne.

Branchenbezogene Mindestlöhne auf Basis von AentG, AÜG und TVG
Tariftreue: Vergabespezifische Mindestlöhne in den Bundesländern



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