Tarifrunde 2020

Tarifrunde 2020 - Aktueller Überblick

Die DGB-Gewerkschaften verhandeln 2020 neue Vergütungstarifverträge für mehr als zehn Millionen Beschäftigte. Wann in welchem Bereich verhandelt wird, zeigt der tarifliche Kündigungsterminkalender des WSI.
Alle Forderungen und Abschlüsse der Tarifrunde 2020 für wichtige Branchen hier auf einen Blick (pdf). Mehr zu den Verhandlungen in den einzelnen Bereichen auf dieser Seite. Weitere Details in den Tarifpolitischen Monatsberichten.

Energiewirtschaft

Nahrung-Genuss-Gaststätten

Systemgastronomie



Am 13.11. beschloss die ver.di-Tarifkommission die Forderungen für die Tarifrunde in der Energiewirtschaft Nordrhein-Westfalen (GWE). Erhöhung der Entgelte um 6,1 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Wegfall der um 8,0 % abgesenkten Starteingruppierung. Der Entgelttarifvertrag läuft Ende 2019 aus. Die Vorteilungsregelung für Gewerkschaftsmitglieder (2 Freistellungstage/Jahr für Gewerkschaftsveranstaltungen) soll weiterentwickelt werden. Zur Verbesserung der Ausbildungsattraktivität wird u. a. eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 220 €/Monat in allen Ausbildungsjahren gefordert. In der 1. Verhandlungsrunde am 02.12. boten die Arbeitgeber Entgelterhöhungen von 2,1 % für 15 und darauffolgend 1,7 % für weitere 13 Monate an. Die Forderung nach Abschaffung der Starteingruppierung lehnten die Arbeigeber ab. Auch zu den anderen Forderungen gab es kein Angebot. Ver.di lehnte dies als zu gering und wenig wertschätzend ab.
In der 2. Verhandlungsrunde am 10.01. gab es es neues Arbeitgeberangebot: Bei einer Laufzeit von 26 Monaten sollte es für die ersten 16 Monate 3,0 %, für die weiteren Monate
2,5 % geben. An der Starteingruppierung hielten die Arbeitgeber fest und waren lediglich bereit ein "maximal" vor die 24 Monate zu setzen. Für die Auszubildenden wurde zur Ermittlung der Referenzprozente der Ausbildungsvergütungen eine neue Prozentstaffel angeboten. Zum Mitgliedervorteil gab es ebenfalls kein Angebot. Ver.di lehnte auch dieses Arbeitgeberangebot ab. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart.

Für die Tarifrunde 2020 hat der Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am 20. November eine tarifpolitische Empfehlung beschlossen, nach der die Entgelte und Ausbildungsvergütungen im Ernährungsgewerbe sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe um 5,0 - 6,5 % steigen sollen, bei einer Laufzeit der Tarifverträge von 12 Monaten. Darüber hinaus fordert die NGG die Erhöhung von Ausbildungsvergütungen vorrangig in Festbeträgen, einen monatlichen Zuschuss der Arbeitgeber zu den Fahrtkosten für den Berufsschulabschluss sowie eine unbefristete Übernahme Ausgebildeter im erlernten Beruf. 

Die NGG forderte am 01.10.19 für die Systemgastronomie in der untersten Tarifgruppe T1 eine Entgelterhöhung auf mindestens 12 €/Stunde. Damit soll ein deutlicher Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn erreicht werden. Der aktuelle Entgelttarifvertrag wurde von der NGG zum 31.12.19 gekündigt. In der 1. Verhandlungsrunde am 04.12.19 legten die Arbeitgeber folgendes  Angebot vor: einen Einstiegslohn von 9,48 €/Stunde, womit dieser gerade einmal 0,13 €/Std. über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen würde. Dann sollte in den folgenden 3 Jahren die Tarifgruppe T1 um insgesamt 0,75 €/Stunde erhöht werden. Die anderen Tarifgruppen sollten Erhöhungen von 2,5 bis 2,7 % pro Jahr erhalten. Die NGG wies dieses Angebot als völlig indiskutabel zurück. Die 2. Verhandlungsrunde am 16.01. wurde nach zehn Stunden ergebnislos vertagt, da die Arbeitgeber ihr Angebot aus der 1. Verhandlungsrunde unverändert wieder vorgelegt haben, während die NGG weiterhin mindestens 12 €/Stunde fordert. Daraufhin kündigte die NGG für die Zeit bis zur nächsten Verhandlung Protestaktionen und Warnstreiks an.

Die 3. Verhandlungsrunde findet am 13./14.02. statt.

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