Tarifrunde 2019

Tarifrunde 2019 - aktueller Überblick

Die DGB-Gewerkschaften verhandeln 2019 neue Vergütungstarifverträge für mehr als 7,3 Millionen Beschäftigte. Wann in welchem Bereich verhandelt wird, zeigt der tarifliche Kündigungsterminkalender des WSI.
Alle Forderungen und Abschlüsse der Tarifrunde 2019 für wichtige Branchen hier auf einen Blick (pdf). Mehr zu den Verhandlungen in den einzelnen Bereichen auf dieser Seite. Weitere Details in den Tarifpolitischen Monatsberichten.

Bankgewerbe

Deutsche Bahn AG

Druckindustrie

Einzelhandel

Eisen- und Stahlindustrie

Energiewirtschaft

Groß- und Außenhandel

Kfz-Handwerk

Nahrung-Genuss-Gaststätten

Öffentlicher Dienst, Länder

Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitende Industrie

Steinkohlenbergbau

Süßwarenindustrie

Textil- und Bekleidungsindustrie



Ver.di fordert für die Beschäftigten des Bankgewerbes (ohne Genossenschaftsbanken) eine Erhöhung der Entgelte um 6,0 % mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Dabei sollen die ArbeitnehmerInnen ein Wahlrecht auf Umwandlung in Freizeit erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 €/Monat in allen Ausbildungsjahren erhöht werden. Der Entgelttarifvertrag läuft zum 31.01. aus.
Weiter will ver.di die Arbeitsbelastung und Weiterbildung in den Mittelpunkt der Verhandlungen stellen, da durch Rationalisierungsmaßnahmen und Umstrukturierungsprozesse der Arbeitsdruck immer mehr angestiegen sei. Deshalb werden 6 Gesundheits- und Entlastungstage im Jahr für alle ArbeitnehmerInnen sowie ein verbindlicher Anspruch auf Weiterbildung mit bezahlter Freistellung gefordert. Auch eine Mitgliedervorteilsregelung in Form einer Mobilitäts- und Wohnraumzulage von 80 €/Monat wird gefordert.
Der Arbeitgeberverband wies die Forderungen schon im Vorfeld als unrealistisch zurück. Auch in der 1. Verhandlungsrunde am 15.02. wiesen die Arbeitgeber das Forderungspaket von ver.di zurück und unterbreiteten kein Angebot. In der 2. Verhandlungsrunde am 06.03. wies die Arbeitgeberseite weiterhin alle ver.di-Forderungen zurück und machte die Fortführung der Verhandlungen davon abhängig, dass ver.di nahezu alle Forderungen zurücknimmt. Laut ver.di provoziere diese Haltung weitere Warnstreiks. In Nordrhein-Westfalen und Bayern war es bereits vor der 2. Verhandlungsrunde zu Warnstreiks gekommen.

Auch im Vorfeld der 3. Verhandlungsrunde am 11.04. gab es umfangreiche Warnstreiks in mehreren Bundesländern. Aber auch diese Runde blieb ergebnislos. Die Arbeitgeber legten ein erstes Angebot vor, das 6 Nullmonate vorsah, eine Erhöhung von 1,4 % ab 01.08. sowie jeweils 1,0 % ab 01.08.2020/21 mit einer Laufzeit von 36 Monaten. Verdi. lehnte dieses Angebot als nicht verhandlungsfähig ab. Auch zu den anderen Forderungen gab es laut ver.di, trotz intensiven und langwierigen Sondierungen, praktisch keine Annäherung. Ver.di wird weiter zu Warnstreiks aufrufen, die nächste Verhandlungsrunde findet am 20. Mai statt. Dann erwartet die Gewerkschaft ein deutlich verbessertes, verhandlungsfähiges Angebot sowohl zum Entgelt als auch zu den Gesundheits- und Entlastungstagen.

 

Im September 2018 beschloss die GDL ihre Forderungen, u. a.:
7,5 %, Verbesserung der Arbeitszeitregelungen, Ausbau der Wahloption Vergütung oder mehr Urlaub, Erhöhung der Nacht-, Sonn- und Feiertagszulagen, feste Besetzungsnormen für die Züge des Fern- und Nahverkehrs.
In der 7. Verhandlungsrunde wurde am 04.01.19 ein Ergebnis erzielt, u. a.:
1.000 € Pauschale insg. für die Monate Oktober 2018 bis Juni 2019, 3,5 % ab 01.07.19, 2,6 % Stufenerhöhung ab 01.07.20 mit Wahloption (Entgelterhöhung oder mehr Urlaub oder mehr Freizeit ab 01.01.21) bei einer Laufzeit von 29 Monaten bis 28.02.21.
Weiterhin wurden eine Erhöhung der Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit ab 1.1.20, Verbesserungen bei den Arbeitszeitregelungen sowie der Arbeitszeitkontenstruktur, eine Erhöhung des Arbeitgeberbeitrags zur betrieblichen Altersvorsorge, Regelungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, zum Rechtsschutz für Mitarbeiter mit Kundenkontakt, für den Personalübergang bei Betreiberwechsel sowie eine gemeinsame Initiative "Zukunftsperspektive Zugpersonal" vereinbart.

zur EVG-Tarifrunde mit Abschluss 2018

Nachdem in der Druckindustrie die 6. Verhandlung in „kleiner Runde“ am 30. Januar ohne Annäherung geblieben war, wurden die Verhandlungen über Entgelt und den von den Arbeitgebern gekündigten Manteltarifvertrag am 9. April in der 7. Runde wieder aufgenommen. Während die Arbeitgeberseite u. a. hinsichtlich der Arbeitszeit Öffnungsklauseln auf betrieblicher Ebene fordert, bleibt für ver.di die unveränderte Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrages oberste Priorität. Die eigene Lohnforderung von 5,0 % bei 12 Monaten Laufzeit wurde von ver.di modifiziert: 2,8 % Erhöhung ab 1. Mai sowie 2,7 % ab Mai 2020 bei 24 Monaten Laufzeit. Die Verhandlungen werden am 2. Mai fortgesetzt.

Aktueller Überblick 2018

Die Tarifrunde im Einzelhandel nimmt Fahrt auf. Für die Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg fordert ver.di u. a. eine Erhöhung der Vergütungen von 6,5 %, mindestens jedoch 163 €/Monat. Die Ausbildungsvergütungen sollen in allen Ausbildungsjahren um jeweils 100 € steigen. Des Weiteren wird die Forderung erhoben, die Tarifverträge gemeinsam mit den Arbeitgebern wieder allgemeinverbindlich erklären zu lassen.

Der Auftakt in der bundesweiten Tarifrunde erfolgte am 17. April in Baden-Württemberg. Die Verhandlungen endeten ohne eine Annäherung und wurden auf den 6. Mai vertagt. In Nordrhein-Westfahlen werden am 18. April die Verhandlungen aufgenommen.

Weitere Informationen: Übersicht über die Tarifrunden 2007 - 2017

Für die Beschäftigten der nordwest- und ostdeutschen Stahlindustrie fordert die IG Metall bei einer Laufzeit von 12 Monaten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,0 %. Das hat der Vorstand nach Empfehlung der Tarifkommissionen beschlossen. Die Ausbildungsvergütungen sollen überproportional erhöht werden sowie ein zusätzliches, tarifdynamisches Urlaubsgeld in Höhe von 1800 € verhandelt werden, bei dem für die Beschäftigten die Wahloption zur Umwandlung in freie Zeit besteht. Darüber hinaus sollen die Tarifverträge zur Altersteilzeit, zum Einsatz von Werkverträgen und zur Beschäftigungssicherung verlängert werden sowie eine Verhandlungsverpflichtung für dual Studierende vereinbart werden.

Die Friedenspflicht endete am 31. Januar, die ersten Warnstreiks am 04. und 05. Februar in Dordmund und Bochum machten den Beginn einer Reihe von angekündigten Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Niedersachsen und Hessen.

Für den Nordwesten endeten die ersten vier Verhandlungsrunden ohne Ergebnis.
Erst die 5. Verhandlung am 16.03. brachte einen Abschluss: Für die Monate Januar und Februar gibt es eine Pauschalzahlung in Höhe von insgesamt 100 €, die Löhne und Gehälter werden rückwirkend ab März um 3,7 % bei einer Laufzeit bis zum 28.02.21 angehoben. Ab 2020 erhalten alle Beschäftigten eine zusätzliche, tarifdynamische Vergütung von 1000 €/Jahr, die in bis zu 5 freie Tage umgewandelt werden kann. Die Anzahl der Freistellungstage ist abhängig von der Gesamtzahl der eingegangenen Anträge und gestaffelt nach Lohn- und Gehaltsgruppen. Die Ausbildungsvergütungen werden in zwei Stufen überproportional erhöht und die Tarifverträge Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und Werkverträge werden verlängert.

Am 20.03. erreichte die IG Metall die Übernahme dieses Tarifergebnisses für die Beschäftigten im Tarifgebiet Ost.

Am 17.01. beschloss die ver.di-Tarifkommission für die Beschäftigten der Energiewirtschaft Ost (AVEU) die Forderungen nach einer Erhöhung der Entgelte um 6,1 % (Ausz.: 150 €/Mon.) mit einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder.
Die IG BCE beschloss am 23.01. die Forderungen. Die Entgelte sollen um 7,0 % (über-
proportionale Erhöhung der AV) erhöht werden mit einer 12-monatigen Laufzeit und es soll einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder geben. Der Entgelttarifvertrag läuft Ende Februar aus.

In der Auftaktverhandlung am 20.02. legten die Arbeitgeber ein erstes Angebot vor, welches nach 3 Leermonaten mit nicht näher bestimmten Einmalzahlungen Erhöhungen in zwei Stufen von jeweils 2,1 % bei einer Laufzeit von 27 Monaten vorsieht. Zu den anderen Forderungspunkten der Gewerkschaften gab es kein Angebot. In der 2. Runde am 05.03. einigten sich IG BCE, ver.di und die Arbeitgeber nach intensiven Verhandlungen auf Erhöhungen von jeweils 3,0 % ab März 2019 und August 2020 mit einer Laufzeit bis 31.05.21. Die Ausbildungsvergütungen steigen um jeweils 100/80/60/40 €/Mon. im 1./2./3./4. Ausbildungsjahr ebenfalls ab März 2019 und August 2020. Zur Förderung aktiver Gewerkschaftsarbeit gibt es bis zu 2 Tagen Dienstbefreiung für Vertrauensleute zur Teilnahme an gewerkschaftlich organisierten Fachveranstaltungen. Es wurde eine Erklärungsfrist bis zum 20.03. vereinbart, innerhalb derer beide Tarifkommissionen dem Tarifergebnis zustimmten.

Weitere Informationen zum Abschluss im Tarifpolitischen Monatsbericht März 2019 in Das Wichtigste in Kürze und Tarifabschlüsse.

6,5 %, mindestens 180 €/Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten fordert ver.di laut Beschluss vom 20.03.2019 für die zum 30.04. gekündigten Lohn- und Gehaltstarifverträge des Groß- und Außenhandels Nordrhein-Westfalen. Die Ausbildungsvergütungen sollen in allen Ausbildungsjahren um jeweils 100 € steigen. Für die meisten regionalen Bereiche liegen bereits Forderungen mit einem ähnlichen Erhöhungsvolumen vor. Die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen werden am 29. April aufgenommen.

Der Verhandlungsauftakt erfolgte am 08.04. in Bayern, blieb jedoch - wie auch die ersten Verhandlungen in Baden-Württemberg - ergebnislos, da die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegten.

Am 9. April hat der IG Metall-Vorstand die Forderungen für die Tarifrunde 2019 beschlossen. Danach sollen u. a. die Vergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten um 5,0 % steigen und die Ausbildungsvergütungen überproportional angehoben werden. Mit seinem Beschluss folgte er dem Votum der regionalen Tarifkommissionen. Die Tarifverträge enden regional unterschiedlich zum Ende April und Mai; der Verhandlungsauftakt erfolgt am 7. Mai in Bayern.

Für die Tarifrunde 2019 hat der Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine tarifpolitische Empfehlung beschlossen, nach der die Entgelte und Ausbildungsvergütungen im Ernährungsgewerbe sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe um 5,5 - 6,5 % im Jahr 2019 steigen sollen, bei einer Laufzeit der Tarifverträge von 12 Monaten. Darüber hinaus wird die unbefristete Übernahme von Azubis im erlernten Beruf nach ihrer erfolgreichen Ausbildung gefordert.

Die ver.di-Bundestarifkommission fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6,0 %, mind. 200 €/Mon. (Ausz.: 100 €/Mon.) bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Darüber hinaus sollen strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung (analog öffentlicher Dienst, Bund und Gemeinden) erfolgen. Für den Krankenpflegebereich fordert ver.di 300 €/Mon.
Die Auftaktrunde am 21. Januar brachte kein Ergebnis. Laut ver.di zeigten sich die Länder gesprächsbereit, die Forderungen wurden aber als überhöht zurückgewiesen.
Auch die 2. Verhandlungsrunde am 6./7. Februar blieb ergebnislos. Laut ver.di sind die Tarifvertragsparteien in zentralen Fragen weit auseinander, da die Arbeitgeber die Forderungen nach Entgelterhöhungen pauschal ablehnen, strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung nur kostenneutral erfolgen könnten und auch die Erhöhung von 300 € für die Pflegetabelle umstritten sei .

Nach einer eindrucksvollen Warnstreikwelle und zähen Verhandlungen, die sich vom 28.02. bis 03.03. zogen, konnte in der 3. Verhandlungsrunde ein Tarifergebnis erzielt werden. Die Einigung sieht Entgelterhöhungen im Gesamtvolumen von 8,0 %, mindestens 240 €/Monat, mit einer Laufzeit von 33 Monaten vor. Ver.di erklärte, dass dies das beste Ergebnis für die Länderbeschäftigten seit vielen Jahren sei. Im Einzelnen sehen die Erhöhungen folgendes vor: Ab 01.01.19 ein Gesamtvolumen von 3,2 % (darin enthalten: Anhebungen der Stufe 1 in EntgGr. 2 bis 15 um 4,5 %, für die übrigen Stufen und Gruppen 3,01 %, mind. 100 €/Monat); ab 01.01.20 eine weitere Erhöhung im Gesamtvolumen von 3,2 % (darin enthalten: Anhebungen der Stufe 1 in EntgGr. 2 bis 15 um 4,3 %, für die übrigen Stufen und Gruppen 3,12 %, mind. 90 €/Monat) und ab 01.01.21 eine Erhöhung von 1,4 % im Gesamtvolumen (darin enthalten: Anhebungen der Stufe 1 in EntgGr. 2 bis 15 um 1,8 %, für die übrigen Stufen und Gruppen 1,29 %, mind. 50 €/Monat). Die Laufzeit geht bis zum 30.09.21.

Für die Pflegekräfte wird zum 01.01.19 die Entgelttabelle der Kommunen übernommen. Es gibt 120 €/Monat zusätzlich und Erhöhungen zum 01.01.19/20 jeweils um 3,2 %, zum 01.01.21 um weitere 1,4 %.
Die Ausbildungsvergütungen werden jeweils zum 01.01.19/20 um 50 €/Monat in allen Ausbildungsjahren erhöht. Die Übernahmeregelung für Ausgebildete wird um 2 Jahre verlängert.
Darüber hinaus wurden zahlreiche strukturelle Verbesserungen in der Entgeltordnung erreicht (z. B. für Justiz, Bibliotheken, IT, Techniker, Sozial- und Erziehungsdienst, Pflegedienst, Rettungsdienst, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder und Jugendpsychotherapeuten, Meister, Arbeiter). Zum hälftigen Ausgleich der dadurch entstehenden Mehrkosten wird die Jahresssonderzahlung von 2019 bis 2022 auf das Niveau von 2018 eingefroren. Die Garantiebeträge bei Höhergruppierung werden zum 01.01.19 auf 100 € (EntgGr. 1 bis 8) bzw. 180 € (EntgGr. 9 bis 15) erhöht. Bis bisherige EntgGr. 9 wird in Gr. 9a und 9b aufgespaltet.
Die ver.di-Bundestarifkommission empfiehlt die Annahme des Ergebnisses durch eine Mitgliederbefragung. Es wurde eine Erklärungsfrist bis zum 30.04.19 vereinbart. Am 17.04. gab ver.di das Ergebnis der Mitgliederbefragung bekannt. 83,7 % sprachen sich für die Annahme aus, die ver.di-Bundestarifkommission folgte diesem Votum und nahm das Tarifergebnis einstimmig an. Die Verhandlungen sind nun endgültig abgeschlossen.

Weitere Informationen zum Abschluss im Tarifpolitischen Monatsbericht März 2019 in Das Wichtigste in Kürze und Tarifabschlüsse

Die 4. Verhandlungsrunde am 14. Januar brachte ein modifiziertes Arbeitgeber-Angebot: 5 Nullmonate, 2,5 % ab 1. April 2019 und 2,1 % ab 1. April 2020 bei 26 Monaten Laufzeit. Ver.di zeigte sich von diesem Angebot enttäuscht, zumal die Arbeitgeberseite auf der Möglichkeit zur Verschiebung der Tabellenerhöhungen um jeweils 6 Monate bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Unternehmen beharrte. Die Verhandlungen gehen am 19. Februar in die nächste Runde.

Die Tarifparteien erzielten in der 5. Verhandlungsrunde am 20. Februar einen Abschluss. Nach vier Nullmonaten (November 2018 - Februar 2019) steigen die Entgelte um 2,8 % ab 1. März sowie um weitere 2,7 % ab 1. März 2020. Die Laufzeit beträgt 27 Monate und endet am 31. Januar 2021. Die Tarifverhandlungen hatten bereits im Oktober 2018 begonnen und wurden von zahlreichen Warnstreiks begleitet.

Weitere Informationen zum Abschluss im Tarifpolitischen Monatsbericht März 2019 

 

Tarifrunde 2018 - Aktueller Überblick

Die IG BCE forderte am 27.11. in der letzten, im laufenden Betrieb stattfindenden, Tarifrunde für die Beschäftigten im Steinkohlenbergbau eine angemessene Erhöhung der Löhne und Gehälter unter Berücksichtigung des tarifpolitischen und wirtschaftlichen Umfeldes. Die zweite Tarifverhandlung am 11.12. brachte ein Ergebnis, welches nach 3 Nullmonaten (Januar bis März) eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,1 % ab 1.04.19 sowie eine Stufenerhöhung von 2,1 % ab 1.01.21 vorsieht.  Des Weiteren wird die Erholungsbeihilfe von 156 auf 700 € erhöht und ein konkreter Fahrplan vereinbart, der die Entwicklung eines neuen Tarifvertragswerkes für die Nachbergbauzeit regelt.

Weitere Informationen zum Abschluss im Tarifpolitischen Monatsbericht Januar 2019 in Das Wichtigste in Kürze und Tarifabschlüsse.

Der Entgelttarifvertrag für die Süßwarenindustrie Nordrhein-Westfalen wurde zum 31.03.19 gekündigt. Für den Neuabschluss fordert die Gewerkschaft NGG eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 % sowie eine überproportionale Erhöhung für die unteren Entgeltgruppen bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 125 € in allen Ausbildungsjahren erhöht werden.

In der Auftaktverhandlung am 9. April legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Die Verhandlungen werden am 14. Mai fortgesetzt.

Der Vorstand der IG Metall hat für die Tarifrunde 2019 beschlossen, eine Anhebung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie um 5,5 % ab 1. Februar zu fordern. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Der Ende Januar 2019 auslaufende Tarifvertrag zur Altersteilzeit soll unter verbesserten Konditionen fortgeführt werden. Außerdem sollen Gespräche mit dem Arbeitgeberverband bezüglich Erhöhung der Arbeitszeitsouveränität der Beschäftigten aufgenommen werden.

Die erste Gesprächsrunde am 6. Dezember 2018 verlief ohne Ergebnis. Zur 2. Verhandlung am 16. Januar legte die Arbeitgeberseite ein Angebot vor, das bei einer Laufzeit von 28 Monaten neben einem Nullmonat (Februar) und Einmalzahlungen für 6 Monate zwei Einkommenserhöhungen von jeweils 1,7 % ab 1. September 2019 bzw. 2020 vorsah. Zu einer Einigung kam es nicht. Die Verhandlungen werden am 12. Februar fortgesetzt.

Am 12. Februar wurde in der 3. Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt: 340 € Pauschale insgesamt für Februar bis Juli, 2,6 % Erhöhung ab 01.08.19, 2,3 % Stufenerhöhung ab 01.09.20, Laufzeit 24 Monate bis 31.01.21. Die Regelung zur Altersteilzeit wird mit zweistufiger Erhöhung des Aufstockungsbetrages fortgeführt. Das Urlaubsgeld wird um 2,6 bzw. 2,3 % für 2019 und 2020 angehoben.

Weitere Informationen zum Abschluss im Tarifpolitischen Monatsbericht März 2019

 

Mit der Forderung nach 6,0 % mehr Entgelt, nach einer verbesserten Altersteilzeit sowie einer Anhebung des Urlaubsgeldes geht die IG Metall in die Tarifrunde für die ostdeutsche Textilindustrie. Der Entgelttarifvertrag läuft zum 30. April aus. Außerdem sind Gespräche über die Verkürzung der Wochenarbeitszeit vorgesehen. Die Verhandlungen zur Arbeitszeit beginnen voraussichtlich Anfang März, die zum Entgelt Anfang April.

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