Abschied vom WSI

WSI TA Buehne Abschied Reinhard Bispinck

Foto: Ulrich Baatz

Reinhard Bispinck

Nach 38 Jahren wissenschaftlicher Arbeit am WSI hat sich Reinhard Bispinck, Leiter des Tarifarchivs seit 1989, auf der Tarifpolitischen Tagung des WSI am 4. Mai 2017 in den Ruhestand verabschiedet. 

Seine Arbeit und seine tarifpolitischen Expertise haben über Jahrzehnte das öffentliche Bild des WSI geprägt. Miit seinem Ausscheiden verliert das WSI den besten Kenner der deutschen Tarifpolitik.


 
Reinhard Bispinck besuchte die Kölner Journalistenschule, studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln und schrieb 1974 seine Diplomarbeit zum Thema "Die Tarifrunde 1974 im öffentlichen Dienst – eine exemplarische Analyse der Tarifpolitik der Gewerkschaft ÖTV". Von  1976 und 1979 war er wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Sozialpolitik der Universität Köln und Dozent für Sozialpolitik an der Sozialakademie Dortmund.

1979 nahm er seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Referent im WSI auf. Basierend auf Ergebnissen des WSI-Projekts "Humanisierung der Arbeit" promovierte er 1986 an der Universität Bremen mit dem Thema "Arbeits- und Gesundheitsschutz zwischen staatlicher Regulierung und gewerkschaftlicher Interessenvertretung". 1989 übernahm Reinhard Bispinck in Nachfolge von Ingrid Kurz-Scherf die Leitung des WSI-Tarifarchivs. Ab 2013 war er Abteilungsleiter des WSI.
 

Der Name Reinhard Bispinck steht zuallererst für die statistische Erfassung und analytische Auswertung der Ergebnisse gewerkschaftlicher Tarifpolitik. In der Frankfurter Rundschau wurde ihm hierfür einmal der Titel des "statistischen Gewissens der Gewerkschaften" verliehen. (Schulten/Dribbusch et al. 2017: 10)

Interview


Welche Zäsuren gab es im Tarifgeschehen der letzten 30 Jahre?
Was steht jetzt an in der Tarifpolitik? Wie geht es weiter mit dem Tarifarchiv?


38 Jahre WSI – Rückblick und Ausblick – Reinhard Bispinck im Interview

 

 

Abschiedsfeier

 

Verabschiedung Reinhard Bispinck

 

Festschrift

Auf der Veranstaltung wurde auch eine Neuerscheinung des VSA-Verlages vorgestellt, die sich aus der Sicht von Wissenschaft und Gewerkschaften mit den strategischen Herausforderungen an die Tarifpolitik des 21. Jahrhunderts auseinandersetzt. Der Bogen der Beiträge reicht von den Möglichkeiten und Grenzen der Lohnpolitik im Euroraum über "revolutionären Reformismus" in der Arbeitszeitfrage bis zur sozialen Innovation durch Tarif­politik.

Teaserbild

Sammelband zu Ehren von Reinhard Bispinck

Tarifpolitik als Gesellschaftspolitik

Tarifabschlüsse sind weitaus mehr als die Anhebung der Arbeitsentgelte - Tarifpolitik ist eine wesentliche Voraussetzung für einen sozial regulierten Kapitalismus. In dem von Thorsten Schulten, Heiner Dribbusch, Gerhard Bäcker und Christina Klenner herausgegebenen Band diskutieren 48 Autorinnen und Autoren aktuelle Fragen und Gestaltungsoptionen.

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