WSI-Mitteilungen Ausgabe 04/2016

Hartmut Seifert, Elke Holst, Wenzel Matiaske, Verena Tobsch

Arbeitszeitwünsche und ihre kurzfristige Realisierung


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilungen 4/2016, Seiten 300–308

Zusammenfassung

In der arbeitszeitpolitischen Debatte werden in jüngster Zeit verschiede Wahlarbeitszeitmodelle diskutiert. Grund dafür ist die in Deutschland große Anzahl an Beschäftigten, die ihre Arbeitszeit ändern möchten, um sie besser mit den Anforderungen im Lebensalltag in Einklang zu bringen. Während Diskrepanzen zwischen gewünschten und tatsächlichen Arbeitszeiten von Frauen und Männern relativ gut erforscht sind, ist bisher wenig darüber bekannt, inwieweit es Beschäftigten gelingt, ihre Arbeitszeitwünsche im Zeitverlauf zu realisieren. Auf Basis von Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) liefert der Beitrag eine erste empirische Annäherung, um diese Forschungslücke zu schließen. Die deskriptiven Befunde zeigen, dass etwas mehr als zwei Fünftel der Beschäftigten, die ihre Wochenarbeitszeit um mindestens fünf Stunden ändern möchten, kurzfristig eine Änderung der tatsächlichen Arbeitszeit um mindestens drei Stunden erreichen können. Erfolgreich sind vor allem denjenigen, die ihren Arbeitsplatz wechseln und die große Arbeitszeitveränderungen wünschen.

Abstract

In the debate on working time there have been recent new developments and various concepts of optional working hours have been in the discussion. This has been triggered by the large numbers of workers in Germany who wish to change their working hours so that the demands of non work-related activities or caring responsibilities can be brought into balance with the demands of work. While differences between actual and preferred working hours have been relatively well researched, little is known about the individual successes in adjusting real working time to desired hours of work over time. By means of longitudinal data from the German Socio-Economic Panel Study (SOEP), this article presents first empirical evidence and thus contributes towards closing this gap in research. Our findings indicate that more than two fifths of all employees who wish to change their weekly working time by at least five hours are able to achieve a real change of at least three hours in the short term. Most successful are those wishing to change their place of work and seeking to achieve bigger changes to their working time.

 


zum Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe
zurück

wsim_feature_abo

Jahresabo inklusive Online-Zugriff auf alle Jahrgänge

wsim_feature_autoren

Informationen zur Länge und Gestaltung von Manuskripten

X

Hinweis zur Nutzung von Cookies auf dieser Website

Diese Website benutzt Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Die Nutzung der Cookies können Sie in Ihren Browser-Einstellungen ändern. Wir benutzen außerdem Tracking-Cookies der Tracking-Tools Matomo und Webtrekk. Diese werden nur gesetzt, wenn Sie auf den „Einverstanden“-Button klicken. Solange Sie dies nicht tun, nutzen Sie die Website und Ihre Angebote, ohne dass die genannten Tracking-Tools aktiviert werden. Durch die Betätigung des Einverstanden-Buttons willigen Sie auch in das durch Facebook Insights getätigte Tracking auf der Facebook Fanpage der Hans-Böckler-Stiftung ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Einverstanden