WSI-Mitteilungen Ausgabe 03/2016

Helge Baumann, Wolfram Brehmer

Die Zusammensetzung von Betriebsräten: Ergebnisse aus der WSI-Betriebsrätebefragung 2015


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Zusammenfassung

Dieser Beitrag beschreibt die Zusammensetzung deutscher Betriebsräte mit repräsentativen Daten der WSI-Betriebsrätebefragung 2015. Neben soziodemografischen Merkmalen werden dabei auch Freistellungen, Amtszeiten, Organisationsgrade und Beschäftigungsformen berücksichtigt. In einem zweiten Schritt werden die Merkmale der Betriebsräte den Merkmalen der Belegschaften in den jeweiligen Betrieben gegenübergestellt. So kann aufgezeigt werden, welche Beschäftigtengruppen in welchem Maße (dis-)proportional im Betriebsrat vertreten sind. Während Betriebsräte in Bezug auf ihre Bildungsabschlüsse weitgehend den Belegschaften zu entsprechen scheinen, sind andere Merkmale in den Betriebsräten zum Teil deutlich unterrepräsentiert; Frauen sind um etwa fünf Prozentpunkte seltener im Betriebsrat als in der Belegschaft vertreten, Beschäftigte mit Migrationshintergrund finden sich doppelt so häufig in der Belegschaft wie im Betriebsrat, und befristet Beschäftigte haben in Betriebsräten sogar nur ein Zehntel des Anteils inne, den sie in den Belegschaften ausmachen.

Abstract

The article describes the personnel composition of works councils‘ members using the representative WSI works council survey 2015. In addition to socio-demographic characteristics this survey allows us to investigate full-time works councils, their terms of office, their forms of employment and union density. The second step of this article involves comparing the characteristics of the members of the works councils with the personnel composition of the respective workforces. This comparison enables us to demonstrate which groups are under- or overrepresented in the works councils. Our findings suggest that whereas the level of educational attainment of works council members corresponds largely to that of the workforce, other characteristics are underrepresented in the works councils; women are less likely to be works council members than men. Employees with migrant backgrounds represent about 17% of the workforces, but only 8.5% of the works councils’ members. Temporary workers are underrepresented: the proportion of temporary workers on works councils represents only a tenth of the numbers of those employed.


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