WSI-Mitteilungen Ausgabe 02/2016

Olaf Struck, Matthias Dütsch, Gesine Stephan

Bonuszahlungen an Manager. Eine Szenarienanalyse zu Gerechtigkeitsurteilen


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WSI-Mitteilungen 2/2016, Seiten 85-94

Zusammenfassung

Mit Blick auf die Gehälter und Bonuszahlungen im deutschen geschäftsführenden Management wird häufig kritisiert, dass die hohen Löhne und Bonuszahlungen besonders in großen Unternehmen in keinem Verhältnis zur Leistung und Verantwortung eines Managers stehen. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, unter welchen Bedingungen Bonuszahlungen an Geschäftsführungen als gerecht oder ungerecht beurteilt werden. Der Artikel greift auf theoretische Ansätze der organisationalen Gerechtigkeitsforschung zurück. Datengrundlage ist eine repräsentative Telefonbefragung, in der abhängig Beschäftigte hypothetische Szenarien bewerteten. Es wird gezeigt: Befragte akzeptieren Bonuszahlungen eher, wenn diese auf entsprechende Leistungen der Geschäftsführung zurückgeführt werden können und das Unternehmen eine transparente Informationspolitik verfolgt. Zudem werden moderatere Bonuszahlungen als gerechter erachtet. Befragte scheinen zudem zu berücksichtigen, dass Gewinne eines Unternehmens selten allein aus dem Handeln der Geschäftsführung resultieren: Sehr stark wirkt sich auf die Bewertungen aus, ob neben der Geschäftsführung auch die Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden.

Abstract

With regard to salaries and bonuses for managers in Germany, it is often criticised that high wages and in particular bonus payments, particularly in larger companies, are disproportionately large compared to the performance and responsibilities of a single manager. Against this background, the article investigates the circumstances under which bonus payments for managers are judged to be just or unjust. The article draws upon theoretical approaches of organisational justice. We use data from a representative telephone survey where German workers were asked to judge hypothetical scenarios. The analyses show that respondents are more likely to accept bonuses if these can be directly attributed to the performance of the managers and if the company has a transparent information policy. In addition, moderate bonus payments are judged as being fairer. Finally, respondents seem to take into account that a company’s profits can seldom be ascribed solely to the efforts and performance of the management: The most influential factor for the evaluations of the respondents is the degree to which employees also share in firm profits.


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