WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2016

Thorsten Schulten

„Living wages“ oder Armutslöhne? Ziele einer europäischen Mindestlohnpolitik


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilungen 1/2016, Seiten 70–72

Zusammenfassung

Obwohl in vielen EU-Staaten seit Langem gesetzliche Mindestlöhne existieren, ist das Phänomen der Erwerbsarmut nach wie vor weit verbreitet. Mindestlöhne werden hierbei oft auf einem sehr niedrigen Niveau festgelegt und sind de facto Armutslöhne. In jüngster Zeit haben sich dagegen in mehreren Ländern sogenannte „Living-wage-Initiativen“ herausgebildet, die das Ziel verfolgen, existenzsichernde Mindestlöhne durchzusetzen. Eine europäische Mindestlohnpolitik hätte vor diesem Hintergrund die Aufgabe, die nationalen Initiativen auf europäischer Ebene zu koordinieren und entlang gemeinsam definierter Ziele und Normen dafür zu sorgen, dass Mindestlöhne überall in Europa zu „living wages“ werden.

Abstract

Despite the fact that many European countries have had statutory minimum wages for a long time, the phenomenon of the working poor is still rather widespread. Minimum wages are often set at a relatively low level and are de facto poverty wages. More recently, however, many countries have seen the emergence of living wage initiatives aiming at the introduction of minimum wages that are above the subsistence level. Against that background a European minimum wage policy would have the task of coordinating the national initiatives at European level and defining joint norms and objectives to make sure that all minimum wages in Europe become living wages.


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