WSI-Mitteilungen Ausgabe 08/2015

Helge Baumann

Die WSI-Betriebsrätebefragung 2015


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilungen 8/2015, Seiten 630–638

Zusammenfassung

Seit fast 20 Jahren erhebt das WSI bundesweite und repräsentative Daten über Betriebs- und Personalräte. Der vorliegende Beitrag ermöglicht am Beispiel der 2015 neu gestarteten Befragungswelle einen tieferen Einblick in den methodischen Aufbau dieser Untersuchung und ihre Fortentwicklung. Besonderes Augenmerk wird dabei zum einen auf die Konzeption der repräsentativen telefonischen Befragung gelegt (die Definition der Grundgesamtheit, Stichprobenziehung und Test des Fragebogens). Zum anderen wird vor dem Hintergrund der zurückliegenden Befragungswellen dokumentiert, welche Branchen und Betriebsgrößenklassen tendenziell eher an der Befragung teilnehmen, was bei den Auswertungen zu berücksichtigende Rückschlüsse auf Stichprobenverzerrungen der WSI-Betriebsrätebefragung erlaubt. Insgesamt wird deutlich, dass die Stichprobenziehung für Betriebsrätebefragungen besondere Sorgfalt erfordert. Die Analyse der systematischen Ausfälle an der WSI-Betriebsrätebefragung (nonresponse) zeigt, dass Betriebsräte aus großen Betrieben und aus den neuen Bundesländern eine höhere Teilnahmewahrscheinlichkeit aufweisen.

Abstract

The Institute of Economic and Social Analysis (WSI) has collected representative data on works councils throughout Germany for almost twenty years. On the basis of the newly started survey phase in 2015, this article enables a deeper insight into the methodical structure and development of this survey. First, special attention is given to the concept of the telephone survey (definition of the target population, sampling procedure and testing of the questionnaire). Next, against the background of past surveys, participants tending to take part in the survey are documented according to the industry sector and company size. In the analysis this allows conclusions to be taken into account of any sampling bias in the WSI works council survey. Overall, it becomes clear that the sampling procedure for works council surveys demands particular care. The analysis of the systematic defaults in the WSI works council survey (non-response) shows that works councils in larger companies and in the new states (Länder) of East Germany display a higher probability of participating in the survey.


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