WSI-Mitteilungen Ausgabe 06/2015

Markus Hertwig, Johannes Kirsch, Carsten Wirth

Onsite-Werkverträge: Verbreitung und Praktiken im Verarbeitenden Gewerbe


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilungen 6/2015, Seiten 457–465

Zusammenfassung

Auf Basis einer für Deutschland repräsentativen Telefonbefragung und in zwölf Fallstudien wird untersucht, wie verbreitet Onsite-Werkverträge im Verarbeitenden Gewerbe sind, welche Motive die Vergabepraxis prägen und inwiefern Hinweise auf Scheinwerkverträge vorliegen. Die Auswertung der quantitativen Untersuchung zeigt, dass die Nutzung von Onsite-Werkverträgen mit der Betriebsgröße zunimmt. Hinsichtlich ihrer Motive geben die telefonisch befragten Manager vor allem sozial erwünschte Motive wie Flexibilitätssteigerung an. Die Fallstudien zeigen, dass die Ausnutzung der unterschiedlichen Regulierungsdichte zwischen Unternehmungen, Branchen und Staaten sowie die Umgehung des Personalmanagements mit einer als problematisch wahrgenommenen Personengruppe wichtige Gründe für die Vergabe von Onsite-Werkverträgen sind. Die repräsentative Telefonbefragung fördert zutage, dass eine überraschend große Anzahl von Onsite-Werkverträgen an der Grenze zur Legalität operiert bzw. diese überschreitet. Dies bestätigen auch die Ergebnisse der Fallstudien.

Abstract

Based on a representative telephone survey for Germany and twelve case studies, the article examines the distribution of onsite subcontracting in manufacturing, the motives underlying those practices, and the role of illegal forms of subcontracting (‘Schein-Werkverträge’). The quantitative analysis shows that onsite subcontracting increases with the number of the employees at the company. In terms of their motives, managers mostly mention socially desirable aspects, like increasing flexibility. The case studies show, however, that differences in labour regulation (collective agreements, work and employment conditions that differ between firms, industries and states), and the aim to circumvent the personnel management of a group of persons who are perceived as problematic, are important reasons for choosing onsite subcontracting. The representative telephone survey shows that a surprisingly large number of subcontracting practices operates ‘at or beyond the border’ of German law. This is confirmed by the results of case studies.


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