WSI-Mitteilungen Ausgabe 04/2015

Sigrid Hartong

Schulreformen in den USA – Trends, Nebeneffekte und Lektionen für Deutschland


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilungen 4/2015, Seiten 298–303

Zusammenfassung

Dieser Artikel befasst sich mit langfristigen Effekten neuer Steuerungsformen im Bil-dungswesen. Vor dem Hintergrund der radikalen Bildungsreformen in Richtung Standar-disierung, Qualitätssicherung durch Vermessung sowie staatliche Deregulierung, die in Deutsch¬land seit dem sogenannten PISA-Schock umgesetzt wurden, wird ein kritischer Blick in die USA geworfen, wo wesentlich längere Erfahrungen mit ähnlichen Steuerungs¬versuchen existieren. Hierbei werden Trends und Wirkungsmechanismen herausgearbeitet, die sich über verschiedene Reformwellen hinweg manifestiert haben. Dabei haben insbesondere die Hinwendung zur Evidenzorientierung und die Deregulierung der Bildungspolitik höchst problematische Effekte hervorgerufen. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen in den USA erscheinen die Hoffnungen, die in Deutschland in den Wirkungserfolg neuer Bildungssteuerung gesetzt werden, eher naiv und trügerisch. Vielmehr gilt es, eine realistischere und vorsichtigere Einschätzung zu gewinnen, um am Ende böse Überraschungen zu vermeiden.

Abstract

This contribution focuses on long-term effects produced by new modes of educational governance. After the so-called PISA-shock radical educational reforms aiming at standardization, quality management via monitoring and state-related deregulation have been implemented in Germany. Against this background, a closer look at the United States is taken, where more intense experiences with similar modes of educational governance have been made. As a result, trends and mechanisms which became manifest and powerful throughout the different waves of reform are identified. In particular, the increasing orientation towards evidence-based and deregulatory policy has produced highly problematic effects. In light of these experiences, the high hopes put into new educational governance in Germany appear rather naive and delusory. In contrast, to avoid bad surprises it is necessary to gain a more realistic picture.

 


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