WSI-Mitteilungen Ausgabe 05/2014

Ingrid Artus

Stand up and make them do the right thing! Ein Arbeitskonflikt im prekären Dienstleistungsbereich Großbritanniens


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WSI-Mitteilungen 5/2014, Seiten 385–392

Der Beitrag analysiert einen Arbeitskonflikt Bei ISS, einem Konzern für Outsourcing-Dienstleistungen, in Großbritannien und ordnet ihn in die Streikkultur Großbritanniens sowie des Dienstleistungsbereichs ein. Die qualitative Fallstudie ist damit zum einen im Bereich prekärer Service-Arbeit angesiedelt, in dem kollektive Organisierung generell als schwierig gilt. Zum anderen sind die Arbeitsbeziehungen in Großbritannien nach Jahrzehnten der Kräfteverschiebung zulasten der Arbeitnehmer von einer neoliberalen Hegemonie des Managements geprägt. Es zeigt sich, dass auch unter diesen sehr schwierigen, zunächst defensiv geprägten Voraussetzungen Zonen von Kampfkraft organisierbar sind.
Auf dieser Grundlage kommt der Beitrag zu vorsichtigen Generalisierungen: Wichtige Faktoren für den Erfolg scheinen die kampagnenartige solidarische Kooperation von Akteuren auf verschiedenen Politikebenen und die flexible Nutzung verschiedener sogenannter Pressure Points zu sein. Grundvoraussetzung bleibt jedoch die Mobilisierbarkeit der Beschäftigten für Aktionen, die letztlich von der alltäglichen Vertretungs- und Organisierungsarbeit vor Ort abhängt.

Abstract

The article analyses a case of industrial action at several British sites belonging to ISS, a global provider of facility services. It is shown how the case is embedded in the strike culture of Great Britain and the precarious service sector. The qualitative case study deals with an area that is generally considered to be neither well organised nor particularly strong in achieving demands. In addition, labour relations in Great Britain are characterised, after years of power struggles to the detriment of employees and their ability to take strike action, by neoliberal management hegemony. However, it becomes clear that even under these very difficult and rather defensive circumstances, it is possible to organise ‘combat zones’.
Against this background, the article reaches a tentative generalisation. An important factor for success appears to be the strategy of various actors at different political levels to cooperate closely and to try to create a multitude of “pressure points”. Fundamental to each campaigning strategy is nevertheless the ability to mobilise employees for real action, which is ultimately rooted in ‘classical’ every-day-work of local union representation and organising.

 


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