WSI-Mitteilungen Ausgabe 04/2014

Alexandra Baum-Ceisig, Nicolai Feyh, Ludger Pries

Betriebliche Mitbestimmung aus Sicht der Beschäftigten - Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung bei Volkswagen


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WSI-Mitteilungen 4/2014, Seiten 296–305

Auf Basis der Ergebnisse einer schriftlichen Befragung bei Volkswagen arbeitet der Beitrag die Erwartungen der Beschäftigten an die gegenwärtige und zukünftige Ausgestaltung der Betriebsratsarbeit heraus. Generell verfügt die Mitbestimmung bei Volkswagen über einen sehr großen Rückhalt in der Belegschaft, bei den Führungskräften und Managern. Sie wird von fast allen Befragten als positive Kraft im Unternehmen anerkannt. Die Mehrzahl der Beschäftigten artikuliert hohe Erwartungen an die Interessenvertretung und hält die Mitbestimmung in konventionellen, aber auch neuen Themenbereichen sogar noch für ausbaufähig. Strategisch bewegt sich der Betriebsrat im Spannungsfeld zwischen Arbeitnehmern, Geschäftsleitung und Gewerkschaften. Die Beschäftigten sehen ihn am deutlichsten in der klassischen Schutz- bzw. Kontrollfunktion und wünschen eine sowohl zwischen den Polen vermittelnde als auch deutlich Interessen artikulierende Rollenauffassung. Eine allzu große Nähe sowohl zur Gewerkschafts- als auch zur Managementseite wird hingegen kritisch gesehen. In kommunikativer Hinsicht wünschen die Beschäftigten vor allem mehr persönlichen Kontakt zu ihrem Interessenvertreter.

Abstract

The article presents basic findings of a recent survey among employees at Volkswagen in Germany. More particularly, it examines employees' expectations of the current and future performance and activities of the works council. The data reveal that co-determination is widely accepted and backed up by almost all participants of the survey. The majority of workers articulates high expectations of their representatives and even expects an expansion of co-determination activities in both traditional, as well as new areas of interaction. Strategically, works councils operate within potentially conflicting priorities of workers/employees, management and trade unions. The results show that the works council at Volkswagen is mostly recognized for its protective and controlling functions and is expected to be a fair mediator between the three aforementioned interest groups. Nevertheless, most surveyed persons expect the works council to be a strong representation of their own interests. As a consequence, too much proximity to the management body and/or to the trade union would be perceived negatively by a majority. Regarding communication, employees would like to have face-to-face meetings with their representatives far more frequently.

 


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