WSI-Mitteilungen Ausgabe 02/2013

Hartmut Seifert, Angelika Kümmerling, Arnold Riedmann

Langzeitkonten - überschätzte Erwartungen einer biografieorientierten Zeitpolitik?


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WSI-Mitteilungen 2/2013, Seiten 133-143

Zusammenfassung

Der Beitrag präsentiert die wichtigsten Ergebnisse der Evaluation des sogenannten Flexi-II-Gesetzes, das Langzeitkonten bzw. Wertguthaben vor allem gegen Insolvenz schützen und ihre Übertragungsmöglichkeiten erleichtern sollte. Insgesamt zielt das Gesetz darauf, die Ausbreitung von Langzeitkonten zu fördern und damit den Weg für eine biografieorientierte Arbeitszeitgestaltung zu ebnen. Bislang machen allerdings Betriebe und Beschäftigte von Langzeitkonten bzw. Wertguthaben noch wenig Gebrauch. Häufig mangelt es in den Betrieben an Kenntnissen über die Möglichkeiten, Wertguthaben einzurichten. Prohibitiv dürfte ferner der nicht geringe Aufwand wirken, Wertguthaben zu implementieren. Schließlich sind Wertguthaben kein Instrument, das für alle Beschäftigten bzw. Beschäftigungsformen gleich gut funktionieren kann. Zu ungleich sind die zeitlichen und finanziellen Ressourcen verteilt, um größere Guthaben anzusparen, die später genutzt werden können, um das Erwerbsleben vorzeitig zu beenden oder Phasen der beruflichen Weiterbildung oder der Pflege- bzw. Familienzeiten zu organisieren. Für Teilgruppen von Beschäftigten können Wertguthaben aber einen hilfreichen Baustein in einer demografieorientierten Arbeitszeitpolitik bilden.

Abstract

This paper presents the most important results with regard to the evaluation of the law for improving the protection of flexible working time arrangements (Flexi II) that is geared towards paving the way to biography-oriented working time arrangements. The law aims to protect long-term working time accounts against bankruptcy, facilitate their transfers between companies and promote their incidence. Up to now companies and employees have been rather reluctant to make use of these accounts. One reason lies in the lack of knowledge about the possibilities offered by long-term working time accounts. Moreover, the administrative efforts and costs seem to hinder the spread of long-term time accounts. It should be noted that long-term accounts as defined by the law are not an instrument that is easy adapted to all employee groups. Time, as well as financial resources, is too unequally distributed between employees to make it possible for all employees to save enough credits in order to take leave at a later time, whether for necessary family care, advanced training or early retirement. For some employee groups, however, working time accounts can form a helpful building stone in demographically oriented working time policy.


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