WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2013

Boris Geier

Die berufliche Integration von Jugendlichen mit Hauptschulbildung. Eine Längsschnittanalyse typischer Übergangsverläufe


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WSI-Mitteilungen 1/2013, Seiten 33-41

Zusammenfassung

Nur eine Minderheit der Jugendlichen mit Hauptschulbildung beginnt unmittelbar nach der Schule eine Berufsausbildung. Die Mehrheit tritt stattdessen in Bildungs- und Qualifizierungsgänge ein, die für sie Zwischenstationen zwischen dem Besuch der allgemeinbildenden Schule und einer ersten Berufsausbildung darstellen. Auf Basis des DJI-Übergangspanels, in dem Informationen über die an den Schulbesuch anschließenden Bildungs-, Ausbildungs- und Erwerbsstationen erhoben wurden, werden typische Übergangsverläufe identifiziert, die sich in einem Zeitraum von gut fünf Jahren nach dem Verlassen der Schule zeigen. Darüber hinaus werden Einflussfaktoren für erfolgversprechende und problematische Karrieren auf dem Weg zur beruflichen Integration untersucht. Im Ergebnis zeigt sich, dass nur etwa ein Viertel der Hauptschulabsolventinnen und -absolventen direkt in Ausbildung mündet, jedoch für weitere gut 40 % der Jugendlichen nach Zwischenschritten eine gute Prognose ausgestellt werden kann; weitere knapp 10 % gehen sogar den Weg Richtung Hochschulreife. Knapp ein Viertel der Jugendlichen bleibt jedoch ohne Berufsausbildung und ist von Arbeitslosigkeit sowie prekären Beschäftigungsverhältnissen bedroht. Der Erfolg gelingender beruflicher Integration hängt u. a. von regionalen Kontexten sowie schulischen und herkunftsbedingten Faktoren ab.

Abstract

Only a minority of school-leavers from lower secondary schools start their vocational training immediately after the completion of compulsory schooling. The majority goes through one or more intermediate steps between the end of the compulsory schooling and the beginning of regular vocational education and training. Based on the DJI-Transition Panel, which covers transition processes over the first five years after leaving school, typical transition careers are identified and factors of influence are examined.
Results indicate that although only a minority of school leavers finds immediate access to vocational education and training, about 40% of those who go through intermediate steps also manage to proceed to regular training and about 10% even reach tertiary education. However, about one quarter of the young people remains without any formal training and has to face unemployment and precarious work. Successful integration of this population into the vocational training system is influenced by regional contexts, school performance and migration backgrounds.


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