WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2013

Martin Baethge, Volker Baethge-Kinsky

Ausbildungsvorbereitung von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf: das NRW-Modell


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WSI-Mitteilungen 1/2013, Seiten 42-51

Zusammenfassung

Die Übergangschancen von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf in eine voll qualifizierende Berufsausbildung zu verbessern, ist eines der wichtigsten und zugleich schwierigsten Probleme der gegenwärtigen Bildungs- und Berufsbildungspolitik. Insofern sind Initiativen überfällig, um die entsprechenden Bildungsgänge des „Übergangssystems“ effizienter zu gestalten. In diese Richtung zielen Pläne des Schulministeriums in NRW, die Ausbildungsvorbereitung dieser Population in einem einheitlichen Ausbildungsvorbereitungsjahr zusammenzuführen. Auf der Basis einer empirischen Studie zeigt der Beitrag wichtige institutionelle, organisatorische und methodisch-didaktische Probleme der Planung und Durchführung dieser Bildungsgänge auf. Sie erschweren es, den erheblichen Unterschieden in den sozialen, biografischen, kognitiven und affektiven Lernvoraussetzungen der Jugendlichen so Rechnung zu tragen, dass sich deren Kompetenzen und Übergangschancen erheblich verbessern. Auf der Grundlage dieser Befunde formuliert der Beitrag Richtungshinweise für die Neugestaltung, die vor allem auf eine stärkere Institutionalisierung der Aufgabe ‚Ausbildungsvorbereitung‘ an den Berufskollegs sowie eine intensivere Professionalisierung der Lehrkräfte hinauslaufen.

Abstract

Within educational policy today there is no more important or difficult problem than the improvement of the poor prospects facing those adolescents with special educational needs who are trying to get a fully qualifying vocational education after school. In this respect, reforms that make the ‘transition system’ more efficient are long overdue. For this reason the Department of Education of NRW plans to aggregate the different programs of pre-vocational training into one homogeneous preparation course for vocational training. On the basis of empirical research (expert interviews, focus group discussions) at different vocational schools the present study reveals a number of institutional, organizational and didactical problems in the planning and execution of these preparatory courses. They increase the difficulties in improving the competencies and transition prospects of adolescents with regard to their considerably different social, biographical, cognitive and affective preconditions. On the basis of these results, the paper gives some proposals for the rearrangement of the pre-vocational training courses, especially more institutionalization of the mission ‘pre-vocational training’ at the vocational schools and more professionalization of the teaching staff.


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