WSI-Mitteilungen Ausgabe 02/2012

Knut Tullius, Johannes Freidank, Johannes Grabbe, Jürgen Kädtler, Wolfgang Schroeder

Perspektiven alter(n)sgerechter Betriebs- und Tarifpolitik


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Zusammenfassung

WSI-Mitteilungen 2/2012, Seiten 113–123

Die Forschung zu den Auswirkungen einer alternden Erwerbsbevölkerung auf die betriebliche Beschäftigungs- und Arbeitspolitik weist auf eine beträchtliche Lücke zwischen Debattenstand und der Wirklichkeit praktischen betrieblichen Handelns hin. Der Beitrag versucht, diese Lücke genauer zu vermessen, indem er die betrieblichen Problemlagen sowie die Handlungsorientierungen und Perspektiven betrieblicher und überbetrieblicher Akteure in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie, der Chemie- und Pharmaindustrie und des Einzelhandels aufzeigt. Darüber hinaus werden Ursachen für jene Lücke sowie Perspektiven tarifvertraglicher Regulierung zu ihrer Schließung diskutiert. Die Ergebnisse belegen ein bleibendes Spannungsverhältnis zwischen einer notwendigen Langfristorientierung betrieblicher alternsgerechter Arbeits- und Beschäftigungspolitik und ökonomischer Kurzfristorientierung, das einem Umsteuern in der Arbeits- und Personalpolitik der Unternehmen nach wie vor entgegensteht. Erfolgversprechende Tarifpolitik hat den nicht leichten Spagat zu bewältigen, einerseits weiterhin Frühausstiegsoptionen bereitzuhalten, andererseits eine grundlegende Neuausrichtung betrieblicher Arbeits- und Beschäftigungspolitiken in Richtung einer Erwerbslebensorientierung zu flankieren.

Abstract

Abstract
Perspectives of age-oriented work-policies and collective bargaining agreements

Existing research points to a still considerable gap between the level of public and scientific debate about the necessity to implement better working conditions for an ageing workforce, and the corporate reality. The article tries to shed some light on that gap by examining the problems of companies as well as their current measures in the Metalworking and Electrical Industry, in Chemicals and Pharmaceuticals, and in Retailing, respectively. The empirical findings show noticeable differences between sectors, but also between the perspectives and orientations of management and works council. They point to the tension between a necessary long-term perspective of age-oriented work policies and economical short-termism, but also to the legacy of the institutionalization of early retirement in Germany. Some new collective bargaining agreements try to facilitate the need to offer early-retirement schemes for those workers that still work under very demanding conditions, on the one hand, and to foster a sustainable age-orientation of corporate work and personnel strategies.


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