WSI-Mitteilungen Ausgabe 10/2011

Hajo Holst

Fragmentierung überbetrieblicher Arbeitsbeziehungen - Tarifverträge und gewerkschaftliche Interessenvertretung in Callcentern


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Der Beitrag untersucht die Entwicklung der überbetrieblichen Arbeitsbeziehungen in Callcentern seit den Anfängen des Wirtschaftszweigs in den frühen 1990er Jahren. Deutlich zu Tage tritt ein Fragmentierungsprozess: Waren die ersten, überwiegend als interne Einheiten von Großunternehmen eingerichteten Callcenter noch fest in die Flächentarifverträge und Interessenvertretungsstrukturen verschiedener Ursprungsbranchen integriert, findet sich in dem inzwischen konsolidierten Wirtschaftszweig heute ein Nebeneinander von Haustarifverträgen unterschiedlichster Entlohnungsniveaus und nicht-tarifgebundener Betriebe. Tarifpolitisches Gravitationszentrum der neuen Callcenter-Branche sind die externen Dienstleister; selbst in den wenigen gewerkschaftlichen Hochburgen werden deren Standards sukzessive zum Referenzpunkt der Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaften haben auf diese Entwicklungen bislang noch keine adäquate Antwort gefunden: Die Segmentierung der Interessenvertretung entlang der Grenzen etablierter Organisationsbereiche erschwert den solidarischen Einsatz der in den Kernbereichen vorhandenen Organisationsmacht für Verbesserungen im gesamten Wirtschaftszweig.

in: WSI-Mitteilungen 10/2011, Seiten 511-518

 


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