WSI-Mitteilungen Ausgabe 10/2009

Hartmut Rosa, Henning Laux

Die beschleunigte Demokratie - Überlegungen zur Weltwirtschaftskrise


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Im Lauf der Moderne erodieren jene Bedingungen, Ressourcen und Fundamente, die notwendig sind, um rationale Entscheidungen treffen zu können. Hiervon ist speziell die politische Klasse betroffen: Den Herausforderungen durch differenzierte und beschleunigte Steuerungsobjekte steht nationalstaatliche Politik zunehmend hilflos gegenüber. Das Ensemble demokratischer Institutionen erscheint aus komplexitätstheoretischen Gründen (in der Sach-, Sozial- und Zeitdimension) immer weniger geeignet, um soziale Entwicklungen zu regulieren oder in Gang zu setzen. Als eminentes Hemmnis erweist sich bei genauerer Analyse besonders der Wandel der Zeitstrukturen. Die Erwartungen der Bürger, Gewerkschaften oder Konzerne werden vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Ordnung des Sozialen daher systematisch und unvermeidbar enttäuscht. Die Vermutung liegt nahe, dass die skizzierte Problematik in Krisenzeiten besonders virulent hervortritt. Zur Veranschaulichung und Plausibilisierung der allgemeinen Diagnose wird deshalb im Rahmen des Beitrags das wirtschaftspolitische Entscheidungsverhalten während der Weltfinanzkrise 2008/2009 genauer unter die Lupe genommen.


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