WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2020

Anne Goedicke, Emanuel Beerheide, Kai Seiler

Was ist heute noch ein Tagewerk? Hohe Arbeitsintensität und Arbeitsschutz


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-Mitteilungen 1/2020, Seiten 55-62

Zusammenfassung

Da hohe Arbeitsintensität mit Unfallrisiken und gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschäftigten einhergeht, ist der staatliche Ar­beitsschutz gefordert, sich mit den damit verbundenen Gefährdungen zu befassen. Aufgrund seiner Funktionsweise sind damit jedoch erhebliche Herausforderungen verbunden, denn betriebliche Leistungserwartungen an Beschäftigte auf der Tätigkeitsebene sind facettenreich und ergeben sich aus vielschichtigen betrieblichen Steuerungs- und Arbeitsgestaltungsprozessen. Vor diesem Hintergrund behandelt der Beitrag drei Gründe, die dem staatlichen Arbeitsschutz den Umgang mit Gesundheitsgefährdungen durch hohe Arbeitsintensität erschweren: die Spartenlogik seines gefährdungsbezogenen Ansatzes, seine Bindung an einen definierten Stand der arbeitswissenschaftlichen Forschung sowie den Tätigkeitsbezug und die Maßgabe, allgemeinverbindlich konkrete Schutzmaßnahmen gegen identifizierte Gefährdungen zu definieren. Diese drei institutionellen Gegebenheiten bestimmen – zusammen mit seinen Kontroll- und Sanktionsrechten gegenüber Arbeitsgebern – die Einflussmöglichkeiten des staatlichen Arbeitsschutzes im Bereich hoher Arbeitsintensität.

Abstract

High work intensity may lead to increased accident rates and work-related health risks for employees. For this reason, the state system regulating health and safety at work is generally required to prevent workloads endangering the well-being of employees. Due to its institutions and functioning, however, this implies considerable challenges because job requirements for employees are complex and result from multi-layered processes of coordination, control and work design in companies. In this context, the article discusses three conditions that influence how the occupational health and safety inspectorate may deal with health risks caused by high work intensity: its hazard-related approach, its commitment to a defined state of research in ergonomics and work sciences as well as its focus on the workplace level and the need for ex-ante specifications of generally binding protective measures that employers should take to combat stressors and hazards. Together with the right to carry out inspections and to impose sanctions, these three institutional givens define the scope of action for the state administration for health and safety at work concerning high work intensity.


zum Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe
zurück

wsim_feature_abo

Jahresabo inklusive Online-Zugriff auf alle Jahrgänge

wsim_feature_autoren

Informationen zur Länge und Gestaltung von Manuskripten

X Neuigkeiten aus der Stiftung

Neuigkeiten aus der Stiftung

Schon gesehen? Wir haben einen neuen Newsletter. Darin: Was uns bewegt und beschäftigt, Analysen unserer Expertinnen und Experten zu aktuellen Themen, neue Veröffentlichungen und die wichtigsten Termine und Neuigkeiten. Alle zwei Wochen in Ihrem Postfach.

X

Hinweis zur Nutzung von Cookies auf dieser Website

Diese Website benutzt Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Die Nutzung der Cookies können Sie in Ihren Browser-Einstellungen ändern. Wir benutzen außerdem Tracking-Cookies der Tracking-Tools Matomo und Webtrekk. Diese werden nur gesetzt, wenn Sie auf den „Einverstanden“-Button klicken. Solange Sie dies nicht tun, nutzen Sie die Website und Ihre Angebote, ohne dass die genannten Tracking-Tools aktiviert werden. Durch die Betätigung des Einverstanden-Buttons willigen Sie auch in das durch Facebook Insights getätigte Tracking auf der Facebook Fanpage der Hans-Böckler-Stiftung ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Einverstanden