WSI-Mitteilungen Ausgabe 06/2019

Silke Bothfeld, Petra Kaps, Peer Rosenthal

Mehr Weiterbildung durch neue soziale Rechte?


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-Mitteilungen 6/2019, Seiten 421-430

Zusammenfassung

Weiterbildung gilt als Schlüsselinstrument zur Bewältigung des Strukturwandels. Der Beitrag unterzieht die mit dem Qualifizierungschancengesetz 2019 eingeführten Bildungsgutscheine für Beschäftigte sowie zwei weitere in der Diskussion befindliche Neuregelungen zur Weiterbildung von Beschäftigten – das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgeschlagene Persönliche Erwerbstätigenkonto sowie den von Gerhard Bosch entwickelten Weiterbildungsfonds – einer institutionentheoretischen Policy-Analyse. Dieser Analyseansatz ist dadurch begründet, dass sich die Effektivität neuer Instrumente daran bemisst, ob Zweck und Zielgruppe angemessen spezifiziert sind, neue mit bestehenden individuellen und kollektiven sozialen Rechten in Einklang stehen und eine institutionelle Passförmigkeit mit dem bestehenden Policy-Regime insgesamt gegeben ist. Damit liefert die Analyse politische Maßstäbe für die Bewertung der Machbarkeit und der institutionellen Folgen von Vorschlägen zur Weiterbildungsförderung, die ebenso notwendig sind wie ökonomische Kosten-Nutzen-Abschätzungen.

Abstract

Further training is seen as the key to coping with structural change. The institutional approach to policy analysis can highlight the chances and pitfalls of new policies. From an institutional starting point this article scrutinises and compares the recently introduced training voucher for employees (2018), the concept of an individual employees’ account suggested by the Federal Department of Labour (BMAS 2017) and the model of a collectively organised training fund, developed by Gerhard Bosch (Bosch 2010). The authors thereby show that the effectiveness of new instruments should be assessed by whether the purpose and target group are adequately specified, by what extent these instruments enhance social rights, and whether they fit in with the existing policy regime as a whole. The analysis provides political benchmarks for the practicability and institutional consequences of reform proposals. It demonstrates that institutional criteria are just as necessary as economic cost-benefit assessments in labour market policy making.

 


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