WSI-Mitteilungen Ausgabe 03/2019

Thomas Fischer

Inklusive Solidarität als Antwort der Gewerkschaften auf den Rechtspopulismus


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WSI-Mitteilungen 3/2019, Seiten 229-231

Zusammenfassung

Der Beitrag zeigt auf, wie rechtspopulistische Akteure, die nicht nur innerhalb der AfD, sondern auch unter Gewerkschaftsmitgliedern und betrieblichen Interessenvertretungen zu finden sind, versuchen, aus vorhandenen arbeitsweltlichen Problemlagen Kapital zu schlagen. Indem sie die „nationale“ mit der „sozialen“ Frage verbinden, schaffen sie gesellschaftliche Spaltungslinien, die bewusst auf die Ausgrenzung von Fremden und Abschottung gegen außen zielen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften setzen sich demgegenüber nachdrücklich für eine inklusive Solidarität als Maxime gewerkschaftlichen Handelns ein. Diese umfasst: den entschiedenen Kampf in Betrieb und Gesellschaft gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und soziale Ausgrenzung, das gewerkschaftliche Engagement für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen aller Beschäftigten und ein gewerkschaftliches Zusammenstehen auch jenseits der eigenen Branchen- und Organisationsgrenzen. Der begonnene gewerkschaftliche Zukunftsdialog lädt alle demokratischen Kräfte zum Mitmachen ein und wird ein deutliches Zeichen gegen das exklusive Solidaritätsverständnis rechtspopulistischer Kräfte setzen.

Abstract

Inclusive solidarity – the trade unions’ answer to right-wing populism

The article demonstrates how right-wing populist actors that are to be found not only in the Alternative for Germany party (AfD), but also amongst trade union members and interest representation, try to capitalise on existing problems in the world of work. By linking ‘national’ and ‘social’ questions, they achieve division within society which consciously focuses on the exclusion of non-German nationals and a turning inwards, closing off external influences. The DGB and its member trade unions are demonstrably in favour of inclusive solidarity as the maxim of trade union action. This encompasses: resolutely combatting group-focused enmity in companies and within society, fighting racism and social exclusion, improving trade union support for the improvement of working and living conditions for all employees and displaying trade-union solidarity beyond the limits of company and organisation. The initialised trade-union dialogue is an invitation to all democratic forces to join together and set a clear sign that the exclusive understanding of solidarity as demonstrated by the right-wing populist groupings is unacceptable.

 


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