WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2019

Sarah Nies

Verwertungszwang und Eigensinn. Inhaltliche Ansprüche an Arbeit als Perspektive für Nachhaltigkeit?


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-Mitteilungen 1/2019, Seiten 13–21

Zusammenfassung

Nachhaltige Arbeit bedeutet mehr als die Sicherung von Reproduktionsinteressen der unmittelbar betroffenen Beschäftigten, sie richtet sich auf sozial, zeitlich und räumlich weitere Wirkungszusammenhange. In Auseinandersetzungen mit unternehmerischen Leistungsanforderungen machen Beschäftigte inhaltliche Arbeitsanspruche stark, die auf eigenen und eigensinnigen Vorstellungen ihrer Arbeit Stätigkeit beruhen und die ebenfalls eng damit verknüpft sind, welche Wirkung ihre Arbeit nach außen hat. Der Beitrag diskutiert, ob und in welcher Weise im Spannungsfeld von inhaltlichen Arbeitsansprüchen und unternehmerischen Verwertungsanforderungen auch Aspekte von Nachhaltigkeit angesprochen sind. Mit Bezug auf zwei empirische Fallstudien aus der Kundenberatung und Entwicklung lasst sich zeigen, dass die Beschäftigten sich in ihren inhaltlichen Ansprüchen zwar vorwiegend an Gebrauchswerten, aber nicht notwendig an Nachhaltigkeitszielen orientieren. Die Gefährdungen eigener inhaltlicher Arbeitsanspruche durch erfahrene Verwertungszwange bringen allerdings das „Was und Wozu“ der Produktion auf das Tapet innerbetrieblicher Auseinandersetzungen.

Abstract

Sustainable work is concerned with more than the living and working conditions of the employees involved, it also refers to work and production within a broader set of interrelations in social, spatial and temporal terms. Likewise, while being confronted with the performance targets of management, workers express their own distinct conceptions of work objectives closely related to the external impact of their work. The article discusses the extent to which issues of sustainable work are addressed as part of the tensions between claims on content-related work demands and demands of valorisation. A brief overview of two empirical case studies (customer advisory service and engineering) shows that while workers’ demands on work content are highly defined by value of use, sustainability goals are not necessarily part of their claims. However, the threat to their own work objectives opens up disputes about the purpose of production.


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