WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2019

Stefanie Graefe

Erschöpfung, Resilienz und Nachhaltigkeit. Anmerkungen zur neuen Subjektivität der Arbeit


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-Mitteilungen 1/2019, Seiten 22–30

Zusammenfassung

Aktuelle Debatten über die ökologischen Konsequenzen des global steigenden Ressourcen- und Energieverbrauchs thematisieren zunehmend auch die subjektiven Folgekosten der postfordistischen Ökonomie. Daran anschließend beansprucht auch das Konzept der nachhaltigen Arbeit, beide Dimensionen – die Ausbeutung der „inneren“ wie die der „äußeren“ Natur des Menschen – zu bündeln und einem sozialökologischen Umbau der Arbeitsgesellschaft begrifflich zuzuarbeiten. Der Beitrag diskutiert davon ausgehend zunächst den konzeptionellen Zusammenhang der ökologischen und subjektiven Dimensionen von Arbeit. Am Beispiel der psychischen Erschöpfung im Kontext subjektivierter Arbeit wird anschließend gezeigt, dass eine größere gesellschaftliche Sensibilität für die Gesundheit von Beschäftigten nicht zwangsläufig nachhaltigere Beschäftigungsbedingungen produziert, sondern auch dazu beitragen kann, die Logik subjektivierter Arbeit zu verstärken. Dies wird anhand des zunehmend populären Konzepts der Resilienz veranschaulicht. Abschließend wirft die Autorin die Frage nach dem kritischen Gehalt des Konzepts der nachhaltigen Arbeit im Kontext subjektivierter Arbeit und psychosozialer Gesundheit auf.

Abstract

Current debates on the ecological consequences of the global rise of resource and energy consumption increasingly address the subjective costs of the post-Fordist economy. Subsequently, the concept of “sustainable work” claims to bundle both dimensions – the exploitation of the “inner” as well as the “outer” nature of man – and thus to conceptually support the socio-ecological transformation of the working society. The article first discusses the assumed relationship between the ecological and subjective dimensions of work. Based on the example of increasing mental exhaustion rates in the context of subjectivised work, it is demonstrated that greater social sensitivity to the health of employees does not necessarily lead to more sustainable employment conditions, but can also help to reinforce the underpinning logic of subjectivised work. This is illustrated through the increasingly popular concept of resilience. Finally, the critical content of the concept of sustainable work in the context of subjectivised work and psychosocial well-being is raised. 


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