WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2019

Markus Wissen, Ulrich Brand

Working-class environmentalism und sozial-ökologische Transformation. Widersprüche der imperialen Lebensweise


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-Mitteilungen 1/2019, Seiten 39–47

Zusammenfassung

Seit dem Fordismus war Erwerbsarbeit im globalen Norden Bestandteil einer imperialen Lebensweise: Die Ausbeutung von Arbeitskraft wurde durch die Möglichkeit gemildert, sozial- ökologische Kosten im Raum und in der Zeit zu verlagern. Die vielfachen Krisenphänomene der jüngeren Zeit deuten auf ein mögliches Ende dieser Konstellation hin. Nicht nur für die meisten Menschen im globalen Süden, sondern auch für eine wachsende Zahl von Lohnabhängigen im globalen Norden erscheinen die Glücksversprechen der imperialen Lebensweise immer weniger einlösbar. Arbeit und Wohlstand konnten sich künftig – den Ausschluss autoritärer Losungen vorausgesetzt – nicht langer auf Kosten der Umwelt, sondern nur noch im Einklang mit dieser sichern lassen. Die Autoren erörtern die Chancen und Hemmnisse für eine sozial-ökologische Transformation unter aktiver Beteiligung von Lohnabhängigen und Gewerkschaften, die sich daraus ergeben. Inwieweit, so ihre Frage, lassen sich die sich verschärfenden sozial-ökologischen Widerspruche der imperialen Lebensweise im Rahmen eines working-class environmentalism (Stefania Barca) bearbeiten, dessen Kern in einer Verbindung von Erwerbsarbeit, reproduktiver Arbeit und Ökologie liegt?

Abstract

Beginning with Fordism, wage labour in the global North has been a component of an imperial mode of living: The exploitation of labour has been alleviated by the possibility of externalising socio-ecological costs in space and time. More recently however, multiple crisis phenomena have indicated that this constellation could have come to an end. The promises of the imperial mode of living seem to be less and less redeemable, not only for most of the people in the global South but also for an increasing number of workers in the global North. Future jobs and wealth can no longer be attained – given that authoritarian solutions are excluded – at the cost of socio-ecological destruction but by the very protection of the environment. The authors discuss the resulting opportunities and obstacles for a socio-ecological transformation and an active participation of workers and unions herein. They analyse to which extent the intensifying contradictions of the imperial mode of living can be dealt with through a working-class environmentalism (Stefania Barca), which essentially consists of an organic link between wage labour, reproductive work and ecology.

 


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