WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2019

Reinhard Loske

Die Doppelgesichtigkeit der Sharing Economy. Vorschläge zu ihrer gemeinwohlorientierten Regulierung


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilungen 1/2019, Seiten 64-70

Zusammenfassung

Die Sharing Economy erlebt derzeit einen weltweiten Boom und berührt auch die gesellschaftlichen Arbeitsverhältnisse. Zurückzuführen sind die gewaltigen Wachstumsraten in Bereichen wie Ride und Car Sharing, Apartment und Office Sharing, Food Sharing oder Crowdfunding insbesondere auf die Möglichkeiten der direkten Vernetzung von Anbietern und Nachfragern über das Internet sowie auf den Bedeutungsverlust des traditionell dominierenden Besitzdenkens gegenüber einem Denken in den Kategorien von Zugangsmöglichkeiten („Access Trumps ownership“). Zu beobachten ist derzeit, dass sich große Teile der ehedem sozial-ökologisch inspirierten Sharing Economy in Richtung Totalkommerzialisierung bewegen, wofür etwa Unternehmen wie Airbnb oder Uber stehen. Wo es Profiteure gibt, werden jedoch auch Verlierer produziert, die unter erheblichen Veränderungsdruck geraten. Der Autor stellt vier zu beobachtende gesellschaftliche Perspektiven auf die Sharing Economy dar: die nachhaltigkeitsorientierte, die businessorientierte, die solidarisch und die wertkonservativ orientierte Perspektive. Er wirbt für ein Gestaltungs- und Regulierungsregime für die Sharing Economy geworben, in dem soziale und ökologische Standards sowie Wettbewerbsfairness angemessen zur Geltung gebracht werden.

Abstract

A worldwide boom of the sharing economy can currently be witnessed which is having an impact on various sectors of the economy, including labour. There are mainly two reasons why aspects of the sharing economy such as ride and car sharing, apartment and office sharing, food sharing or crowdfunding are showing enormous growth rates: the opportunities provided by the internet to bring together supply and demand within seconds, and the declining importance of ownership compared to “access” in modern capitalism. Over recent years a tendency towards commercialisation could be observed in the sharing sector that was originally driven by more idealistic motives. Multi-billion dollar companies such as Airbnb and Uber are symbols of this development. They are the winners, but they also produce losers in society. In this article four perspectives of the sharing economy are presented: sustainability oriented, business oriented, solidarity oriented, and a traditional conservative perspective. The author argues that the sharing economy needs a regulatory framework that ensures social rights, environmental sustainability and fair competition.

 


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