WSI-Mitteilungen Ausgabe 03/2018

Volker Baethge-Kinsky, Kai Marquardsen, Knut Tullius

Perspektiven industrieller Instandhaltungsarbeit


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, SEITEN 174–181

Zusammenfassung

Die Frage nach den Entwicklungsperspektiven industrieller Facharbeit wird in der hiesigen Debatte um „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung“ kontrovers diskutiert. Eine der verbliebenen Domänen qualifizierter Facharbeit ist die Instandhaltung. Ihr wird – etwa als Smart Maintenance – von Protagonisten einer Smart Factory eine wachsende Bedeutung zugeschrieben ; auch werden positive Auswirkungen auf Arbeit und Qualifikation der dort Beschäftigten prognostiziert. Es finden sich aber auch Hinweise auf gegenläufige Entwicklungen. In diesem Beitrag beleuchten die Autoren auf Grundlage einer empirischen Fallstudie zum „pilothaften“ Einsatz eines digitalen Assistenzsystems in der Instandhaltung eines Großbetriebs dessen ambivalente Arbeits- und Qualifikationswirkungen. Instandhaltungsfacharbeit zeichnet sich einerseits nach wie vor durch erhebliche, auf Beruflichkeit und Erfahrungswissen gründende Freiheitsgrade in der Arbeitsplanung und -ausführung aus, andererseits sind – zumindest perspektivisch – auch De-Qualifizierungswirkungen bei Einsatz von „Big Data“ und Assistenzsystemen ein durchaus realistisches Bedrohungsszenario. Ginge die Entwicklung in diese Richtung, wäre dort mit dem Widerstand der Facharbeiter zu rechnen.

Abstract

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, PP 174–181

Perspectives of maintenance work within ”Industry 4.0”

The question about the development prospects for skilled industrial workers in the current debate on Industry 4.0 and digitalisation is the subject of controversial discussion. One of the remaining domains of qualified specialist work in the industrial context is maintenance work. Some researchers argue that the maintenance function, termed as “smart maintenance” and part of the “smart factory” is of growing importance, and there are prognoses that there will be positive effects on the quality of work and the qualifications of the employees. However, there are also indications of contrary developments. In this article, based on an empirical case study on the pilot application of a digital assistance system in the maintenance department of a large company, the authors examine its ambivalent work and qualification effects. On the one hand, specialist maintenance work is still characterised by considerable degrees of freedom in work planning and execution based on professional training and implicit knowledge. On the other hand, de-qualification effects are a realistic threat scenario when using “big data” and assistance systems, at least in perspective. If this path were to be pursued, resistance on the part of the skilled maintenance workers should be expected. 


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