WSI-Mitteilungen Ausgabe 03/2018

Gerhard Syben

Bauen 4.0 und die Folgen für die Arbeit in Bauunternehmen


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, SEITEN 196–203

Zusammenfassung

Der Beitrag stellt Formen, Stand und Perspektiven der Einführung des Building Information Modeling (BIM) in der deutschen Bauwirtschaft dar, das als Parallele zu den mit Industrie 4.0 bezeichneten Entwicklungen gilt. Er beruht im Wesentlichen auf einer eigenen explorativen empirischen Studie, die sich auf Expertenbefragungen stützt. Der Autor zeigt, dass BIM zwar als aussichtsreiche Methode zur Steigerung von Produktivität und Qualität sowie Kosten- und Terminsicherheit am Bau angesehen wird, dessen ungeachtet aber noch wenig verbreitet ist. Da Bauherren und Architekten die Anwendung von BIM bisher nur ausnahmsweise verlangen, ergreifen manche Bauunternehmen selbst die Initiative. Dabei stützen sie sich für eine Übergangszeit auf Parallelstrukturen und eine besondere Arbeitsgruppe aus Beschäftigten mit IT-Affinität und BIM-Erfahrung ; Kern der geforderten Kompetenz bleibt allerdings baufachliche Grundqualifikation und baupraktische Erfahrung. Außerdem werden Investitionen in Weiterbildung erforderlich. Beschäftigungsverluste zeichnen sich nicht ab. BIM-Kompetenz könnte auch über eine Neuverteilung der Rollen zwischen Bauherren, Architekten und Bauunternehmen entscheiden.

Abstract

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, PP 196–203

Construction 4.0 and consequences for work in construction companies

The article presents the forms, status of and prospects for the introduction of Building Information Modelling (BIM) in the German construction industry, which is seen as an equivalent to Industry 4.0. It is based on the author’s own exploratory empirical study, which in turn is based on interviews with a number of BIM experts and a review of German literature on the subject. The author shows that while BIM is seen as a promising method for increasing productivity and quality, and for improving cost and schedule reliability in construction, it is still not widely used – not least due to reticence towards BIM on the part of clients and architects. Some construction companies have thus taken the initiative, provisionally using parallel structures and special working groups of employees skilled in IT and with BIM experience. However, the key factor in the skills required remains basic construction training and practical experience. Investment in further training is also required. Job losses are not predicted. BIM expertise could also be a crucial factor in a redistribution of roles between professional clients, architects and construction companies.

 


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