WSI-Mitteilungen Ausgabe 03/2018

Thomas Haipeter, Inger Korflür, Gabi Schilling

Neue Koordinaten für eine proaktive Betriebspolitik. Erfahrungen aus dem Gewerkschaftsprojekt "Arbeit 2020 in NRW"


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, SEITEN 219–226

Zusammenfassung

Das Projekt „Arbeit 2020 in NRW“ zielt darauf, im Zusammenhang von „Industrie 4.0“ Erkenntnisse über die Erfolgsbedingungen einer proaktiven gewerkschaftlichen Betriebspolitik zu gewinnen und Chancen für einen erneuerten Gestaltungsanspruch von Gewerkschaften und Betriebsräten auszuloten. Im Zentrum des Projekts stehen dialogische Verfahren, in denen Betriebsräte und Beschäftigte, aber auch die Führungskräfte und Unternehmensleitungen die betrieblichen Veränderungen im Detail reflektieren und daraus arbeitspolitische Handlungsfelder ableiten. Dies geschieht mit Unterstützung durch Berater, Gewerkschaft und wissenschaftliche Begleitung. Zentrales Instrument des Dialogs ist die Erstellung von Betriebslandkarten, wobei der Prozess an klassische Verfahren der Aktionsforschung anknüpft, diese aber stärker strukturiert und visualisiert. Die dabei zu Tage tretenden Veränderungsprozesse erweisen sich sowohl innerhalb der Unternehmen als auch im Vergleich zwischen verschiedenen Unternehmen als überaus vielfältig. Es zeigt sich eher ein Mosaik teilweise verbundener, teilweise aber auch unverbundener Digitalisierungsstrategien und -projekte denn ein homogenes Bild der Industrie 4.0.

Abstract

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, PP 219–226

New coordinates for a pro-active labour policy. Experiences from the union project Work 2020 in North Rhine-Westphalia

The project Work 2020, initiated by unions from the manufacturing sector in North Rhine-Westphalia, aims at gaining knowledge about factors that may facilitate a pro-active labour policy and about the chances for unions and works councils to widen their scope of codetermination and influence under the conditions of Industry 4.0. The project focuses on dialogic techniques in order to reflect the ongoing changes taking place in the plants amongst employees, works council members and also management and to identify new challenges in the field of labour policy. The process is supported by union-oriented consultants, the union itself, and scientists. A central instrument in the organisation of the process is to map digitalisation and change in each plant taking part in the project. The landscapes of Industry 4.0 drawn by the actors show a very different picture, both within and between the plants. The general view represents a mosaic of partly connected, partly isolated strategies of digitalisation rather than a homogeneous development.

 


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