WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2018

Martin Brussig

Verlängerte Erwerbsbiografien: Triebkräfte, Grenzen, soziale Ungleichheiten


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-MITTEILUNGEN 1/2018, SEITEN 12-19

Zusammenfassung

Die Alterserwerbsbeteiligung in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein wesentlicher Grund hierfür sind Renten- und Arbeitsmarktreformen, die die Möglichkeiten zur Frühverrentung und zum Vorruhestand stark eingeschränkt haben. Doch die Chancen, die Regelaltersgrenze aus einer Beschäftigung zu erreichen, sind ungleich verteilt. Arbeitsbelastungen, Arbeitslosigkeit und Krankheit sind die zentralen Risikofaktoren, die einer Verlängerung der Erwerbsphasen entgegenstehen. Der Wegfall der Frühverrentungsmöglichkeiten lässt diese Risikofaktoren schärfer als bisher sichtbar werden. Der Autor untersucht, welche arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Anforderungen erfüllt werden sollten, um unerwünschten Folgen entgegenzuwirken. Er plädiert für einen Dreiklang von Prävention, Rehabilitation und sozialer Sicherung.

Abstract

For more than a decade, the labour market participation of older workers has been significantly increasing in Germany. This development is driven by reforms in pensions and labour market policy, and in particular by the regulation of retirement transitions. These reforms provide limited opportunities for early retirement. However, the chances for workers to reach a regular old-age pension at statutory pension age directly after leaving employment (and not unemployment, non-employment or sickness) differ with respect to the exposure to specific risks. Work strains, unemployment and sickness are the decisive risk factors. After the closure of early retirement, these risk factors exert a stronger influence on retirement transitions than before, when workers exposed to varying levels of strain at workwith and without health issues, and both employed and unemployed workers alike, could retire into early retirement programmes. The author examines which demands labour market and welfare policy needs to meet in order to alleviate social risks at the retirement transition—without reducing statutory retirement age again. He pleads for a trias of prevention, rehabilitation and social security. 


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