WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2018

Christina Stecker, Clemens Zierler

Erhalt der Arbeitsfähigkeit von Generationen. Die Bedeutung von Führung


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-MITTEILUNGEN 1/2018, SEITEN 36-43

Zusammenfassung

Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten ist angesichts des demografischen und digitalen Wandels eine zentrale Herausforderung für Unternehmen. In diesem konzeptuell angelegten Beitrag wird ein Führungsverständnis vorgestellt, das dem Potenzial von Vielfalt Rechnung trägt, indem es den psychologischen Arbeitsvertrag und das organisationale Commitment für Unterstützungsangebote zugrunde legt. Den innovativen Ansatzpunkt für das strategische Management bilden hierbei idiosynkratische Kontrakte, individuell-persönliche Vereinbarungen (I-Deals) zwischen Führungskraft und Beschäftigten, die für beide einen Vorteil generieren und kollektivvertragliche Regelungen ergänzen sollen. Insofern eröffnen I-Deals neue Möglichkeiten zur Erprobung in betrieblichen Experimentierräumen von „Arbeit 4.0“, dem Bundesteilhabegesetz oder dem Flexirentengesetz. Erste empirische Studien zeigen, dass I-Deals in Bezug auf den Aufgaben- und Verantwortungsbereich sowie auf den zeitlichen Verbleib im Berufsleben besonders gut für ältere Beschäftigte geeignet sind. Jedoch besteht Forschungsbedarf, um die Wirkungen von I-Deals – auch mögliche nichtintendierte Wechselwirkungen – in der Praxis zu überprüfen.

Abstract

Against the background of demographic and digital change, maintaining work ability within a company’s workforce is a crucial challenge. In this conceptually based article a novel understanding of leadership is presented which deals with the potential of emerging diversity by considering each individual’s psychological employment contract and organisational commitment to offers of support. The innovative starting point for strategic human resource management is  idiosyncratic contracts (I-deals); individual and personal agreements which  generate advantages for both managers and employees and complement collective bargaining agreements. Therefore, I-deals introduce possibilities for  the experimental testing of “Arbeit 4.0” (Work 4.0) or “Bundesteilhabegesetz”(Federal Law on Participation) or “Flexirentengesetz”( law on flexible pensions) in Germany. First empirical studies have shown that special arrangements forgiven tasks and areas of responsibility as well as those that have an effect on the time perspective to remain in employment are well suited to elderly workers. Due to the lack of empirical evidence, the need for further empirical research is necessary in order to examine effects,  as well as possible unintended interdependencies,  of I-deals in practice.

 


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