WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2018

Sebastian Brandl, Peter Guggemos, Ingo Matuschek

Vom Einzelfall zum systematischen Alter(n)smanagement in KMU


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-MITTEILUNGEN 1/2018, SEITEN 51-58

Zusammenfassung

Der demografische Wandel ist in den Betrieben heute Realität. Ein frühes Ausscheiden älterer Beschäftigter ist (v. a. wegen des Auslaufens der geförderten Altersteilzeit) seltener möglich, und die Rekrutierung Jüngerer wird schwieriger. Zugleich ist eine verlängerte Lebensarbeitszeit eine Herausforderung. Belastungen können mit zunehmendem Alter schwieriger kompensiert werden. Das ruft nach innovativen, alter(n)sgerechten Lösungen. Dafür müssen Betriebe Formate entwickeln, die den veränderten Belegschaften Rechnung tragen. Jedoch zeigt etwa das IAB-Betriebspanel, dass trotz eines hohen Problembewusstseins seit Jahren konstant nur wenige betriebliche Aktivitäten zu verzeichnen sind. Dabei bieten die Tarifvertragsparteien und Initiativen wie INQA hierfür Vereinbarungen und Instrumente an. Demografietarifverträge zielen darauf, den Betrieben einen Anstoß für eine betriebsspezifische Problembearbeitung zu geben. Wie kleine und mittlere Betriebe mit dem steigenden Problemdruck umgehen, welche Lösungen sie implementieren und wovon diese abhängen, und ob KMU ein systematisches Alternsmanagement entwickeln, behandelt der Beitrag auf Grundlage von zwölf Betriebsfallstudien.

Abstract

Demographic change is now a reality in many German companies. An early withdrawal of older employees is rarely possible (in particular due to socio-political changes), and the recruitment of younger ones is becoming more difficult. At the same time, a prolonged working life is a challenge. With increased age stress can be more difficult to cope with. This calls for innovative, age-appropriate solutions. To this end, companies must develop formats and approaches adequate to the changes in the workforce. However, the IAB-Establishment Panel, for example, shows that despite a high awareness of the problem for many years, operational activities have been recorded at an unchanged low level, even though the collective bargaining parties and initiatives such as INQA (The Initiative New Quality of Work) offer agreements and instruments for this purpose. Demography-based agreements aim at giving businesses an impetus for a company-specific discussion about their ageing workforce. The article reveals how small and medium-sized companies deal with this challenge. It is based on twelve business case studies and shows which solutions they implement, the reasons for their decisions and whether they are developing systematic management strategies to cope with an ageing workforce.

 


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