WSI-Mitteilungen Ausgabe 08/2017

Martin Behrens, Wade Jacoby

Ungleiche Zwillinge: Gewerkschafter in der SPD


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WSI-Mitteilungen 8/2017, Seiten 587–596

Zusammenfassung

In der langen gemeinsamen Geschichte von SPD und Gewerkschaften kam es wiederholt zu Konflikten, welche – insbesondere im jüngsten Fall der Arbeitsmarktreformen der Regierung Schröder – die zwischen den beiden Organisationen bestehende besondere Nähe infrage zu stellen drohten. Wie die vorliegende statistische Analyse zeigt, spielt die Gewerkschaftsmitgliedschaft in den Reihen der SPD-Aktivistinnen und Aktivisten weiterhin eine bedeutende Rolle. SPD-Aktive mit und ohne Gewerkschaftsmitgliedschaft unterscheiden sich aber nicht nur hinsichtlich des Alters, der Bildung und des betrieblichen Engagements, sie haben auch unterschiedliche politische Einschätzungen: wie beispielsweise in Bezug auf die Entwicklung des deutschen Sozialstaates. Neben der Gewerkschaftsmitgliedschaft selbst ist es – so zeigen die Daten – von erheblicher Bedeutung, ob SPD-Mitglieder erst der Gewerkschaft und dann der Partei beigetreten sind oder ob die Mitgliedschaften in beiden Organisationen in umgekehrter Reihenfolge erfolgten.

Abstract

German unions and the Social-Democratic Party (SPD) share a long common history. During all those years, however, conflict has occurred  on several occasions with the dispute on the labour market reforms under the chancellorship of Gerhard Schröder being the most recent and probably most conflictual example. As the statistical analysis presented in the article  reveals, union membership is still high within the ranks of SPD-activists. As data also indicates, however, SPD activists who carry a union card in addition to their party membership are much different from party members without union affiliation in terms of their age, education, but also their workplace activities. In addition, union members within the party share different views on the development of the German welfare state when compared to non-union members. As the analysis also reveals, it is not just union membership as such which is making a difference in terms of party members’ perceptions but also the sequence by which membership in both organisations has been established.


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