WSI-Mitteilungen Ausgabe 03/2017

Michaela Evans, Stefan Kerber-Clasen

Arbeitsbeziehungen in der Care-Arbeit: Blockierte Aufwertung?


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilungen 3/2017, Seiten 180-188

Zusammenfassung

Obwohl Care-Arbeit in Deutschland erhebliche Beschäftigungszuwächse realisiert, gelten die Arbeitsbedingungen und -verhältnisse vielfach als unzureichend. Zeitdiagnosen verweisen sogar auf eine krisenhafte Entwicklung von Care-Arbeit. Die wissenschaftlich naheliegende Frage nach der Governance und ihrer Rolle bei den Entwicklungen auf diesem Gebiet wird bisher jedoch kaum gestellt. So werden auch die Arbeitsbeziehungen dieses Bereichs bisher ungenügend berücksichtigt. An den Beispielen stationäre Altenpflege und Kitas werden in diesem Beitrag Charakteristika der Arbeitsbeziehungen im Care-Bereich herausgearbeitet und daraufhin reflektiert, inwiefern sie einen Beitrag zur Aufwertung von Care-Arbeit leisten können. Dabei wird deutlich, in welche institutionelle Ordnung der betrieblichen und überbetrieblichen Regulierung von Arbeit und Arbeitsverhältnissen Care-Arbeit eingebettet ist. Auf der Ebene korporativer Interessenorganisation ist eine integrierte Kommunikation, Verhandlung und Durchsetzung arbeitspolitischer Interessen merklich erschwert. Auch das gewerkschaftliche Interessenhandeln steht vor neuen Herausforderungen und Konflikten mit den Arbeitgebern.

Abstract

Although the social and economic importance of care work is growing rapidly in Germany, employment in the care sector is becoming increasingly precarious and working conditions are frequently described as deteriorating, thus leading to a crisis in care work. Despite these developments the governance of care work is rarely addressed in studies relating to the care sector or in industrial relations research. Taking care of the elderly and child care as two important examples of care work, the paper analyses industrial relations and the governance of care in these fields: Can they contribute towards increasing the appreciation of employees? It is argued that the specific institutions regulating work and employment in that sector hinder the joint communication, negotiation and realisation of interests of organisations within the care sector and they challenge the established policies of unions, thus leading to new and intensified conflicts between unions and employers.

 


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