WSI-Mitteilungen Ausgabe 08/2016

Reinhard Bahnmüller, Markus Hoppe

Ten years after – Langzeiteffekte von ERA in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie


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WSI-Mitteilungen 8/2016, Seiten 631–640

Zusammenfassung

Vor etwas mehr als zehn Jahren begann die Einführung der reformierten Entgeltrahmenabkommen (ERA) in der Metall- und Elektro- (M+E) Industrie. Der Beitrag beschreibt Langzeiteffekte dieser Tarifreform in der M+E-Industrie Baden-Württembergs. Die präsentierten Befunde basieren im Wesentlichen auf einer im Spätherbst 2015 durchgeführten standardisierten Parallelbefragung von Betriebsräten und Personalverantwortlichen aller tarifgebundenen Betriebe der M+E-Industrie in Baden-Württemberg sowie ausgewählten Ergebnissen der jährlich durchgeführten Verdiensterhebung von Südwestmetall. Im Ergebnis zeigt sich: ERA ist weiterhin prägend für die betriebliche Entgeltdifferenzierung und erfüllt die ihm zugedachte Ordnungsfunktion. Eine erneute schleichende innere Erosion des Tarifvertrags ist bisher nicht eingetreten. Im Leistungsentgelt werden die erweiterten tariflichen Möglichkeiten kaum genutzt. Zielvereinbarungen spielen im Tarifbereich nur in Kombination mit der Leistungsbeurteilung eine gewisse Rolle. Der vereinbarte Systemwechsel in der Belastungsbewertung bzw. -vergütung ist akzeptiert und zeigt positive Effekte auch hinsichtlich des Abbaus von Belastungen.

Abstract

More than ten years ago a new framework collective agreement on wage determination (Entgeltrahmentarifvertrag ERA) was implemented in the metal and electrical industries. This article provides information on the long-term effects of the reform for the region of Baden-Wuerttemberg (Germany). The results are based on a survey which included all firms covered by collective bargaining. Questionnaires were directed at representatives of works councils and personnel managers; supplemental data was taken from the annual earnings survey conducted by the employers’ association Südwestmetall. The results show that the ERA agreement has a formative influence on wage differentiation at company level and still fulfills its intended regulatory function. There has been no creeping internal erosion of the wage structure agreement observed so far. ERA provides extended possibilities for determining performance-related pay; however, they are hardly used. Target agreements with reference to ERA play a certain role only in combination with appraisal of performance. The agreed system change in workload allowance is widely accepted and shows positive effects on reducing of workload.

 


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