WSI-Herbstforum

Arbeitszeiten der Zukunft: Selbstbestimmt, geschlechtergerecht, nachhaltig!

Veranstalter: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung

Ort: Berlin, Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin-Mitte

vom: 27.11.2014, 10:30 Uhr

bis: 28.11.2014, 13:50 Uhr

"Normalarbeitszeit" verliert immer stärker an Bedeutung – die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zusehends. Arbeit auf Abruf, an Wochenenden, in Spät- und Nachtschichten ist inzwischen für viele Beschäftigte zur neuen Normalität geworden. Zugleich wächst der Bedarf nach familienfreundlicher und individueller Gestaltung von Arbeitszeit in verschiedenen Lebensphasen.
Das WSI-Herbstforum 2014 will neue Forschung vorstellen und eine Debatte über Anforderungen an eine künftige moderne Arbeitszeitpolitik befördern. Eine der gravierendsten Veränderungen der Arbeitszeiten ist ihre Flexibilisierung mit dem Janusgesicht von mehr Zeitsouveränität und mehr Abhängigkeit von betrieblichen Erfordernissen. Dazu kommt eine Entgrenzung von Arbeitszeiten und -räumen, die Arbeitszeiten teilweise als nicht mehr erfassbar und messbar erscheinen lässt. Druck und Hetze in der Arbeit nehmen zu. Mit der variablen Lage der Arbeitszeiten wird es schwieriger, gemeinsame Zeiten für soziale Zusammenhänge zu finden. Zugleich sollen aber auch neue Chancen diskutiert werden: Steigende Frauenerwerbstätigkeit und die Zunahme von Zweiverdiener-Haushalten eröffnen die Möglichkeit, Arbeitszeiten zwischen den Geschlechtern neu zu verteilen. Produktivitätssteigerungen schaffen neue Spielräume für kürzeres Arbeiten. Der demografische Wandel setzt nicht nur die Arbeitszeitgestaltung Älterer sowie die Einrichtung von Familien- und Pflegephasen auf die Tagesordnung, sondern eröffnet auch Potenziale der Umverteilung von Zeit (und Geld) im Lebensverlauf zur Ermöglichung von Erwerbspausen und für eine ausgewogene Balance von Arbeit und Leben.

Dokumentation der Veranstaltung (pdf)

Prof. Dr. Dominique Anxo, Linnaeus University, Schweden: Arbeitszeiten und Arbeitszeitpräferenzen im Lebensverlauf – Eine europäische Perspektive

Dr. Christina Klenner, WSI: Arbeitszeitentwicklung und Arbeitszeitdebatten in Deutschland

Dr. Yvonne Lott, WSI: Die Bedeutung von flexiblen und selbstbestimmten Arbeitszeiten für die Gestaltung von Lebensverläufen

Christina Schildmann, Friedrich-Ebert-Stiftung: Zum Konzept der Familienarbeitszeiten

Ines Zapf, IAB: Wenn Beschäftigte mehr arbeiten: Überstunden und Arbeitszeitkonten

Dr. Hartmut Seifert, Senior Fellow, WSI: Welche Chancen bieten Langzeitkonten?

Prof. Dr. Philippe Askenazy, Paris School of Economics und CEPREMAP: Arbeitszeitregulierung in Frankreich

Dr. Rudolf Zwiener, IMK: (Beschäftigungs-)Effekte von Arbeitszeitverkürzungen in Deutschland – ein Überblick

Prof. Dr. Alfred Kleinknecht, Senior Fellow, WSI: Das Wachstum der Arbeitsproduktivität und das Arbeitsvolumen: Warum kürzere Arbeitszeiten (wieder) relevant werden könnten

Prof. Lina Galvez-Muñoz, Universität Sevilla: Zeitverwendung von Frauen und Männern in Europa: Was erklärt die anhaltende Ungleichheit?

Dr. Claudia Sorger, L&R Sozialforschung, Wien: Geschlechtergerechtigkeit und gewerkschaftliche Arbeitszeitpolitik

Prof. Dr. Geoffrey M. Hodgson, Business School, Universität Hertfordshire, Großbritannien: Die Zukunft der Arbeit im 21. Jahrhundert

Dr. Steffen Lehndorff, IAQ Duisburg: Individuelle Zeitpräferenzen – gesellschaftliche Standards. Neue Herausforderungen an gesellschaftliche und betriebliche Zeitpolitik

PD Dr. Andreas Boes, ISF München: Leistungspolitik in der modernen Arbeitswelt – Herausforderungen für die betriebliche Arbeitszeitgestaltung

Dr. Elke Ahlers, WSI: Entgrenzte Arbeit und betriebliche Regulierung – Faktoren für erfolgreiches Bewältigungshandeln der Beschäftigten

Stephanie Rose, Universität Hamburg: Arbeitszeitgestaltung zur Sicherung von Arbeits- und Lebenskraft – Aktuelle Problemlagen und Zukunftsperspektiven

Prof. Dr. Till van Treeck
, Universität Duisburg-Essen: Nachhaltige Wohlstandsmehrung durch Arbeitszeitverkürzung?

Prof. Dr. Adelheid Biesecker, Universität Bremen: „Vorsorgendes Wirtschaften“? Zum Verhältnis von Zeit- und Güterwohlstand aus der Geschlechterperspektive

Sandra Hofmann, WifOR Darmstadt: Wo hört für Frauen die Arbeit auf und wo beginnt das Privatleben? Welchen (ökonomischen) Stellenwert hat unentgeltlich geleistete Arbeit außerhalb der Erwerbsarbeit?

Steven French, Universität Keele, Großbritannien: Austeritätspolitik und der Angriff auf Arbeitszeit, Arbeitsumfang und Work-Life-Balance: Das Beispiel des öffentlichen Dienstes in Großbritannien

Elif Dalgic/Dr. Norbert Huchler, ISF München: Die Notwendigkeit einer Arbeitszeitverkürzung – Übergang zu einem neuen nachhaltigen Produktionsmodell

Stefanie Gerold/Matthias Nocker, Wirtschaftsuniversität Wien: Arbeitszeitverkürzung in Österreich: Die Freizeitoption und der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten

Dr. Reinhard Bispinck, WSI: Schlusswort zum WSI-Herbstforum 2014

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Kontakt:

Eva Jacobs

Veranstaltungsprogramm (pdf)

Invitation and Programme (pdf)

Call for papers (pdf)

Call for papers - English (pdf)

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