Tagung

Einführung des Frauenwahlrechts und die Demokratiegründungen nach dem Ersten Weltkrieg - Ein internationaler Vergleich

Veranstalter: Hans-Böckler-Stiftung, DGB

Ort: Berlin, DGB-Bundesvorstand, Saal 4

vom: 08.03.2017, 18:30 Uhr

bis: 08.03.2017, 22:00 Uhr

Deutschland verdankt der Revolution von 1918/19 entscheidende Weichenstellungen seiner politischen und sozialen Demokratie. Damit steht Deutschland nicht allein. Das Ende des 1. Weltkrieges beschleunigte den Demokratisierungsprozess in Europa, der als massendemokratischer Aufbruch bezeichnet worden ist. Gleichzeitig haben sich 1918/19 in Deutschland und anderen europäischen Ländern die Gegenkräfte gegen demokratische Tendenzen formiert. Die politischen und sozialen Kämpfe für und gegen die Demokratie prägten die Zwischenkriegsjahre und endeten erst 1945.

Während ältere Diskussionen die Defizite der deutschen Novemberrevolution in den Vordergrund stellten und den Beginn der Weimarer Republik in einen direkten Zusammenhang mit ihrem Untergang sahen, ist die Demokratisierung 1918/19 im Kontext einer europäisch und international vergleichenden Forschung neu bewertet worden. Das Staatsbürgerrecht ist insbesondere für Frauen durch die Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Deutschland massiv ausgeweitet worden. Die Begründungen und Kontexte für die Ausweitung des Frauenwahlrechts in Zentral- und Westeuropa sind sehr unterschiedlich und Gegenstand kontroverser Debatten gewesen. Damit einher ging der Versuch, Frauen wieder auf ihre traditionelle Mutterrolle zu beschränken und aus dem Berufsleben, insbesondere im industriellen Bereich, zu verdrängen.
Somit ließen sich die Fragen stellen, ob die Ausweitung des Frauenwahlrechts gleichsam ein Palliativum war, die weitergehenden Emanzipationsbestrebungen zu dämpfen, und welches neben der Frage der politischen Partizipation von Frauen weitere Konfliktpunkte waren, anhand derer sich Befürworter und Gegner der neuen demokratischen Verhältnisse positionierten.

Kontakt:
Jennifer Büsen

Veranstaltungsprogramm (pdf)

Einführung des Frauenwahlrechts - ein internationaler Vergleich

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Dokumentation der Vorträge (pdf)

Dr. Wolfgang Jäger, Hans-Böckler-Stiftung: Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Birgitta Bader-Zaar
, Universität Wien: Einführung des Frauenwahlrechts im internationalen Vergleich

Prof. Dr. Angelika Schaser, Universität Hamburg: Partizipationserwartungen von Frauen in der Weimarer Republik

Prof. Dr. Michael Schneider, Universität Bonn: Die Haltung der deutschen Gewerkschaften zu Demokratie und Frauenwahlrecht

Prof. Dr. Klaus Weinhauer, Universität Bielefeld: Impulsreferat: Frauen und soziale Bewegungen 1918/19

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