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Investitionen für die kommenden Generationen
 

Investitionen für die kommenden Generationen

 

Von Sebastian Dullien

Das gab es so noch nie: In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit DGB-Vorsitzendem und BDI-Präsidenten in Berlin haben unser Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vergangene Woche eine viel beachtete neue Studie vorgelegt. Zusammen fordern wir in den nächsten zehn Jahren zusätzliche öffentliche Investitionen von rund 450 Milliarden Euro – in bessere Bildung, Klimapolitik, Verkehr, bezahlbare Wohnungen und den Zustand unserer Städte und Gemeinden.

Und auch darin sind wir uns einig: Diese Investitionen sollten über eine höhere Neuverschuldung finanzieren werden, wofür auch die Schuldenbremse reformiert werden muss. Gerade dieses Plädoyer für die Akzeptanz von mehr Schulden hat in manchen Kreisen zu Verwunderung und Kritik geführt. Wo bleibt denn die Generationengerechtigkeit? Die Antwort ist einfach: Schuldenfinanzierte Investitionen heute sind ganz im Sinne der künftigen Generationen von morgen. Denn ein beträchtlicher Teil der von uns geforderten Investitionen kommt unseren Kindern und Enkeln zugute.

Zwei Beispiele: So wollen wir rund 110 Milliarden Euro zusätzlich für die Bildung. Nach allem, was wir wissen, führt bessere Bildung zu höherer gesamtwirtschaftlicher Produktivität in der Zukunft und damit zu höheren Einkommen und Steuereinnahmen. Ähnliches gilt für die Dekarbonisierung der Wirtschaft, also die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien: Heute importiert Deutschland einen Großteil der verwendeten Energieträger. Künftig würde die Importrechnung wegfallen – von den Folgekosten eines ungebremsten Klimawandels ganz abgesehen.

Bildungsinvestitionen und Investitionen in erneuerbare Energien haben also klar positive Renditen. Wenn man nun diese rentablen Investitionen mit Anleihen zu einer Verzinsung von nahe oder unter null finanziert, wie es der Bund heute kann, tut man der künftigen Generation damit einen Gefallen. Das einzige, was wir unseren Kindern und Enkeln nicht antun dürfen, ist, auf diese wichtigen Ausgaben zu verzichten. Denn die Bildungsausgaben heute oder die Investitionen in die Klimawende können in 20 Jahren nicht mehr nachgeholt werden, dann ist es zu spät. Wenn die Kinder von heute dann schlecht ausgebildet wären oder Deutschland die Technologien zum Klimaschutz fehlten, hätten wir der nächsten Generation einen Bärendienst erwiesen.

Sebastian Dullien ist Wissenschaftlicher Direktor des IMK und Mitautor der Studie "Für eine solide Finanzpolitik: Investitionen ermöglichen!"

 
→ IMK und IW fordern Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Wohnen
 
→ Dullien: Eine Investitionsagenda für Deutschland (makronom)
 
 

Forschung und Veröffentlichungen

 
 
 
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Dossier

 

Politik für eine demokratische Kultur der Arbeitswelt

 

Was bedeutet Gute Arbeit im 21. Jahrhundert? Unser neues Dossier von Hilmar Höhne zeigt in vielen Facetten Wege in eine solidarische Arbeitswelt.

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Löhne

 

Tarif beschert Weihnachtsgeld

 

Etwa die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland bekommt laut einer Auswertung des WSI Weihnachtsgeld. In tarifgebundenen Betrieben sind es über drei Viertel.

→ Zur Studie
 
 
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Beispiel Zalando

 

Wenn sich Beschäftigte gegenseitig ranken sollen

 

Die Digitalisierung bietet Arbeitgebern neue Möglichkeiten zur Kontrolle. Ein Beispiel ist die Software Zonar, mit der sich bei Zalando Mitarbeiter gegenseitig bewerten. Die Folgen beschreibt eine neue von uns geförderte Studie.

→ Studie
 
 

Menschen, Geschichten und Neuigkeiten

 
 
 
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Rückblick WSI Herbstforum

 

Licht und Schatten am Arbeitsmarkt

 

Ein langer Aufschwung, aber mit Schattenseiten bei der Beschäftigung und die Herausfoderungen durch die Digitalisierung - darum ging es beim diesjährigen Herbstforum unseres WSI.

→ Bericht
→ Video: Statements vom Herbstforum
 
 
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Interview

 

Wenckebach: "Der Zugang zu Eliten hängt zu oft an der sozialen Herkunft"

 

Die Leiterin unseres HSI, Johanna Wenckebach, wurde von "Capital" in den Kreis der "Top 40 unter 40" aufgenommen. Im Interview berichtet sie über ihr wissenschaftliches und politisches Wirken und erklärt, warum sie den Begriff der "Elite" kritisch sieht.

→ Zum Interview
 
 
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Multimedia-Reportage

 

Sommerakademie: Demokratie gestalten!

 

Unsere erste Sommerakademie in Heidelberg war für alle Beteiligten ein besonderes Ereignis. Das zeigt auch unsere nun fertiggestellte Multimedia-Dokumentation mit vielen Fotos und Videos noch einmal eindrücklich.

→ Hier anschauen
 
 

Termine

 
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Ab 1. Dezember

 

Adventskalender der Mitbestimmung

 

Auch in diesem Jahr hat unser I.M.U. wieder einen Online-Adventskalender gebastelt: Jeden Tag ein gutes Argument für eine starke Mitbestimmung. Los geht's am 1. Dezember auf Twitter und Instagram und im Mitbestimmungsportal.

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12. und 13. Dezember in Düsseldorf

 

WSI Tariftagung

 

Die WSI-Tariftagung will eine Bilanz der Tarifrunde 2019 ziehen und einen Ausblick auf die kommenden Tarifauseinandersetzungen wagen.

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28. Januar in Berlin

 

Neujahrsempfang 2020

 

Am 28. Januar findet ab 17 Uhr der Neujahrsempfang 2020 im ewerk in Berlin statt. Bitte notieren Sie sich den Termin – weitere Informationen folgen.