Changes of the price level and the nominal exchange rate can have quite different impacts on the trade balance

Lindner, Fabian

Reihe: IMK Working Paper, Nr. 191.
Düsseldorf:  2018, ISSN: 1861-2199. 22 Seiten


Download

Abstract:


Most of the literature on the real exchange rate and the trade balance assumes that the trade balance reacts in the same way irrespective of whether the nominal exchange rate or the price level change. Both are seen as equivalent and the sign of the reaction of the trade balance dependent only on the fulfillment of the Marshall-Lerner (ML) condition. However, as will be shown analytically in this paper, the trade balance can react quite differently to changes of the nominal exchange rate on the one hand and of the price level on the other hand. More specifically, with a sufficiently large initial trade surplus, a country's increase of the price level (an appreciation) can lead to a further - and perverse - increase in the surplus. On the other hand, with a sufficiently high initial deficit, a country's depreciation of the nominal exchange rate can lead to a - perverse - further widening of the deficit. Formal conditions are derived under which the reaction of the trade balance is normal or perverse. As will be shown, those conditions are quite different from the traditional ML condition which is shown to hold only under very restrictive assumptions. It is further shown that the trade balance only reacts in the same way to changes in the price level and the nominal exchange rate when the ML condition is met. The focus on the ML condition might thus be seriously misleading.



Kurzbeschreibung:


Der Großteil der Literatur zum Zusammenhang zwischen realen Wechselkursen und Handelsbilanzen nimmt an, dass die Handelsbilanz auf die gleiche Art reagiert, wenn der nominale Wechselkurs oder wenn das Preisniveau sich ändert. Beide werden als äquivalent gesehen und das Vorzeichen der Reaktion der Handelsbilanz hängt nur von der Erfüllung der Marshall-Lerner-Bedingung (ML) ab. Wie allerdings analytisch in diesem Papier gezeigt wird, kann die Handelsbilanz auf ganz unterschiedliche Weise auf Änderungen des nominalen Wechselkurses auf der einen Seite und auf Änderungen des Preisniveaus auf der anderen Seite reagieren. Mit einem ausreichend großen anfänglichen Handelsbilanzüberschuss kann der Anstieg des nationalen Preisniveaus eines Landes (eine Aufwertung) zu einem weiteren - und perversen - Anstieg des Überschusses führen. Auf der anderen Seite kann ein anfänglich hohes Defizit bei einer Abwertung des nominalen Wechselkurses zu einem weiteren - ebenfalls perversen - Anstieg des Defizits führen. Es werden formale Kriterien abgeleitet, ab wann die Reaktion der Handelsbilanz normal oder pervers ist. Dabei wird gezeigt, dass diese Kriterien sich stark von der traditionellen ML-Bedingung unterscheiden und es wird gezeigt, dass für die Relevanz der ML-Bedingung sehr restriktive Annahmen erfüllt sein müssen. Darüber hinaus wird gezeigt, dass die Handelsbilanz nur dann auf die gleiche Art und Weise auf Änderungen des Preisniveaus und der nominalen Wechselkurse reagiert, wenn diese restriktiven Annahmen für die ML-Bedingung gemacht werden. Der Fokus auf die ML-Bedingung für die Normalität der Handelsbilanzreaktion kann deswegen zu Fehlschlüssen führen.



X

Hinweis zur Nutzung von Cookies auf dieser Website

Diese Website benutzt Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Die Nutzung der Cookies können Sie in Ihren Browser-Einstellungen ändern. Wir benutzen außerdem Tracking-Cookies der Tracking-Tools Matomo und Webtrekk. Diese werden nur gesetzt, wenn Sie auf den „Einverstanden“-Button klicken. Solange Sie dies nicht tun, nutzen Sie die Website und Ihre Angebote, ohne dass die genannten Tracking-Tools aktiviert werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Einverstanden