Earnings inequality in Germany: A decomposition-analysis

Stein, Ulrike

Reihe: IMK Working Paper, Nr. 187.
Düsseldorf:  2017, ISSN: 1861-2199. 30 Seiten


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Abstract:


Several studies have shown that income inequality has risen in Germany until 2005. Less focus was put on the rise of earnings inequality which continued to rise until 2010. We distinguish different groups in the labour market with respect to working-time, gender and region by exploiting data from the German Socio-Economic panel (GSOEP) for the years 1995 till 2014. Using the decomposition of the Theil1-index we demonstrate that the increase in earnings inequality is primarily the result of diverging average earnings of the various groups in the labour market (between-group inequality) and to some extent due to increasing earnings heterogeneity within groups (within-group inequality). The former effect is larger than the latter. Without the inequality reducing effect on earnings inequality due to the continuous decrease in the share of full-time working employees and the increase in the female labour participation rate (compositional effect) earnings inequality would have actually further increased after 2010. Independent of the policy target, policy measures to reduce inequality need always to be designed in such a way that they take the whole work force into account in order to achieve measurable effects.



Kurzbeschreibung:


Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Einkommensungleichheit in Deutschland bis 2005 gestiegen ist. Weniger Aufmerksamkeit wurde der gestiegenen Erwerbseinkommensungleichheit beigemessen, die bis 2010 weiter anstieg. Unter Verwendung der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) werden verschiedene Gruppen (in Hinblick auf die Arbeitszeit, Geschlecht und Region) auf dem Arbeitsmarkt unterschieden und deren Beitrag zum Ungleichheitsanstieg gemessen am Theil1-Index aufgeschlüsselt. Mit einer Dekompositionsanalyse können wir zeigen, dass die Zunahme der Ungleichheit der Erwerbseinkommen in erster Linie auf die divergierenden durchschnittlichen Erwerbseinkommen der verschiedenen Gruppen auf dem Arbeitsmarkt (between-group inequality) zurückzuführen ist. Abgeschwächt spielt die zunehmende Heterogenität innerhalb der einzelnen Gruppen eine Rolle (within-group inequality). Der erste Effekt ist deutlich größer als der zweite. Ohne den stetigen Rückgang des Anteils an Vollzeitbeschäftigten und dem kontinuierlichen Anstieg der Frauenerwerbsrate (Kompositionseffekt) hätte sich die Ungleichheit der Erwerbseinkommen nach 2010 sogar noch weiter erhöht. Die Analyse hat gezeigt, dass Veränderungen in der Ungleichheit der Erwerbseinkommen das Ergebnis von Einkommensveränderungen aller Gruppen am Arbeitsmarkt sind. Daher sollten um messbare Effekte zu erzielen, unabhängig vom politischen Ziel, Maßnahmen zur Veränderung der Ungleichheit immer so gestaltet sein, dass sie die gesamte Beschäftigung mit berücksichtigen.



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