Fiscal space on the Eurozone periphery: The case of Spain

Uxó, Jorge / Álvarez, Ignacio / Febrero, Eladio

Reihe: IMK Working Paper, Nr. 176.
Düsseldorf:  2017, ISSN: 1861-2199. 28 Seiten


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Abstract:


On the one hand, every official document about fiscal policy in Spain, and most orthodox academic papers argue that Spain has no "fiscal space" and that it should apply resolute actions to assure budget consolidation. On the other hand, Spain also had the second highest unemployment rate in the Eurozone in 2015: 21% of the active population. A rapid decline in that rate would require a higher fiscal impulse to sustain higher economic growth rates. This IMK working paper addresses this dilemma, presenting two alternative scenarios for the next years analyzing their impact on unemployment and fiscal sustainability. The first scenario represents a firm commitment to budget consolidation, while in the second the government uses the fiscal instrument to stimulate domestic demand and ensures a GDP growth rate target. The second scenario is based on an application of an "imperfect" balanced budget multiplier, proposing a combination of discretionary increases in both public expenditure and revenue. The main conclusion is that the end of fiscal austerity is feasible and perfectly compatible with fiscal finances sustainability for Spain. In addition some more general topics are discussed: the difference between the "functional finance" and the "sound finance" approaches to fiscal policy; the possibility of a Balanced Budget expansion; a discussion of the concept of "fiscal space"; and the inadequacy of European fiscal rules.



Kurzbeschreibung:


Einerseits gehen alle offiziellen Dokumente zur Fiskalpolitik in Spanien und die meisten wissenschaftlichen Veröffentlichungen des ökonomischen Mainstreams davon aus, dass Spanien keinen fiskalischen Spielraum habe und dass das Land entschiedene Maßnahmen ergreifen sollte, um eine Haushaltskonsolidierung sicherzustellen. Andererseits hatte Spanien im Jahr 2015 die zweithöchste Arbeitslosenquote im Euroraum: 21 % der Erwerbspersonen. Eine rasche Rückführung dieser Quote würde einen höheren Fiskalimpuls erfordern, damit höhere Wachstumsraten aufrechterhalten werden können. Das vorliegende Working Paper untersucht dieses Dilemma anhand von zwei alternativen Szenarios für die kommenden Jahre und ihren Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit und die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen. Das erste Szenario enthält eine feste Verpflichtung zur Haushaltskonsolidierung, während die Regierung im zweiten Szenario mit Hilfe der Fiskalpolitik die Binnennachfrage anregt und dafür sorgt, dass ein vorgegebenes Wachstumsziel erreicht wird. Das zweite Szenario stützt sich auf die Anwendung eines "unvollständigen" Balanced-Budget-Multipliers. Hier wird eine Kombination diskretionärer Erhöhungen von öffentlichen Ausgaben wie Einnahmen angenommen. Das wichtigste Ergebnis ist, dass ein Ende der Austerität möglich und mit einer Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen in Spanien gut vereinbar ist. Darüber hinaus werden einige allgemeinere Fragestellungen diskutiert: der Unterschied zwischen dem "functional finance"-Ansatz und dem "sound finance"-Ansatz in der Fiskalpolitik, die Möglichkeit einer expansiven Fiskalpolitik bei einem ausgeglichenen Haushalt, das Konzept des fiskalischen Spielraums und die Unzulänglichkeiten der europäischen Fiskalregeln.



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