Why has Inequality in Germany not Risen Further After 2005?

Rehm, Miriam / Schmid, Kai Daniel / Wang, Dieter

Reihe: IMK Working Paper, Nr. 137.
Düsseldorf:  2014, ISSN: 1861-2199. 21 Seiten


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Abstract:


In this paper we explore the reasons for the trend reversal in the development of household market income inequality in Germany in the second half of the 2000s. We analyse to what extent the increasing relevance of capital income as well as the rising share of atypically employed persons have affected the development of income inequality over the last two decades. We use household data from the German Socio-Economic Panel from 1991-2011 and decompose market income into three income sources: (1) household labour income from full-time work, (2) household labour income from atypical work, and (3) household capital income. We apply the factor decomposition method suggested by Shorrocks (1982) to analyse the contribution of these income forms to overall inequality. Our results suggest that changes in the distribution of capital income were a key factor both in the strong increase of inequality in the first half of the 2000s and in the subsequent trend reversal. This finding contrasts with the reasoning that labour market developments were the main cause behind changes in inequality.



Kurzbeschreibung:


Die vorliegende Studie untersucht die Ursachen der scheinbaren Trendwende des Verlaufs der Einkommensungleichheit in Deutschland Mitte der 2000er Jahre. Wir analysieren zu welchen Anteilen Veränderungen der Verteilung der Kapitaleinkommen der Haushalte gegenüber Veränderungen der Erwerbseinkommen für die temporäre Moderation des Ungleichheitsanstiegs beigetragen haben. Die Berechnungen basieren auf Einkommensdaten des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) für die Jahre 1991-2010. Wir verwenden die von Shorrocks (1982) vorgeschlagene Faktordekompositionsmethode und zerlegen die Markteinkommen der Haushalte in drei Einkommensarten: Erwerbseinkommen aus Vollzeittätigkeit, Einkommen aus atypischer Erwerbstätigkeit und Kapitaleinkommen. Unsere Ergebnisse zeigen auf, dass die positive Arbeitsmarktentwicklung ab Mitte der 2000er Jahre und die damit einhergehende Veränderung der Verteilung der Erwerbseinkommen die Moderation des Ungleichheitsanstiegs nicht hinreichend erklären. Vielmehr erweisen sich Veränderungen im Anteil und in der Konzentration der Kapitaleinkommen als treibende Kräfte für die Entwicklung der Einkommensungleichheit insgesamt, sowohl in der ersten Hälfte der 2000er Jahre, als auch während der Krise Ende der 2000er Jahre.



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