Von der Finanzkrise zur Weltwirtschaftskrise (I)

IMK-Arbeitskreis Finanzkrise: Horn, Gustav / Joebges, Heike / Niechoj, Torsten / Proaño, Christian R. / Sturn, Simon / Tober, Silke / Truger, Achim / Treeck, Till van

Wie die Krise entstand und wie sie überwunden werden kann. Reihe: IMK Report, Nr. 38.
Düsseldorf:  2009, ISSN: 1861-3683. 21 Seiten


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Kurzbeschreibung:


Die Weltwirtschaft befindet sich in einer der dramatischsten Episoden ihrer jüngsten Geschichte. Die weltweite Produktion von Gütern und Dienstleistungen verzeichnet einen Einbruch in einem seit der Weltwirtschaftskrise 1929/30 nicht gekannten Ausmaß. Aber neben diesen ökonomischen Effekten markiert die aktuelle Krise auch eine Zäsur, die das Verständnis des Marktsystems verändert. Wie schon nach der Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren tritt nunmehr die stabilisierende Rolle des Staates in den Vordergrund. Viele Wurzeln der Krise, die zunehmende Ungleichheit der Einkommen, die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte und die fehlende Regulierung im Bankensektor können erst auf längere Sicht beseitigt werden. Auf kurze Sicht ist erforderlich, dass schnellstmöglich Strukturreformen im Bankensektor vorgenommen werden, die einerseits die Banken von ihren Problemaktiva entlasten, sie andererseits aber an der Fortsetzung ihrer bisherigen destabilisierenden Praxis hindern. Die Geldpolitik muss rasch auf eine energische Anti-Deflationspolitik einschwenken, das heißt Null-Zinsen auf der einen Seite und Aufkauf von Wertpapieren auf der anderen Seite, bis die Deflationsgefahr gebannt ist. Die Finanzpolitik muss ein drittes Konjunkturpaket auflegen, das international koordiniert sein sollte und mit langfristigen politischen Zielen verbunden sein muss.



Abstract:


The global economy is in its deepest crisis of recent history. This is a fundamental challenge to the hitherto dominating paradigm in economics that markets are inherently stable. The actual IMK- Report outlines this challenge and points to the different roots of the crisis as there are the increasing income inequality, structural imbalances in foreign trade and the destabilizing activities on financial markets. They can be removed only in the longer run. On short notice, there is the necessity for another now internationally coordinated stimulus package in Germany. Furthermore the ECB must go on a Zero interest rate policy and quantitative easing. In addition to that bad banks have to be set up in order to relieve the financial sector from a burden he may not be able to carry. In exchange the government should receive equity in order to influence present business practices and potential financial revenue when banks are being successfully saved.



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