Nothing learned from the crisis? Some remarks on the Stability Programmes 2011-2014 of the Euro area governments

Semieniuk, Gregor / Treeck, Till van / Truger, Achim

Reihe: IMK Working Paper, Nr. 11/2011.
Düsseldorf:  2011, ISSN: 1861-2199. 33 Seiten


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Abstract:


We analyse the newly updated Stability Programmes of the Euro area governments by applying the simple accounting identity by which the financial balances of the government, the private sector and the foreign sector always sum to zero. While the focus of the old Stability and Growth Pact was solely on the government balance, the current euro crisis has shown that this narrow focus was wrong and that macroeconomic stability within the monetary union requires reducing imbalances between all three sectors of individual member states. While the need for overcoming these imbalances is now increasingly recognised by economists and policymakers, we argue that the projections for achieving stability in the current Stability Programmes are very likely too optimistic. We show that, individually, the Stability Programmes rely on optimistic assumptions about GDP growth; collectively, they require an improvement of the Euro area's current account with the rest of the world, the continuation of significant current account imbalances within the Euro area, and a steep drop of private balances in some countries. Based on some simple counterfactual simulations, we conclude that a symmetric effort at rebalancing current accounts would most likely require a slowdown of fiscal consolidation (in the current account surplus countries) but would be required to successfully address the euro area's macroeconomic challenges and thereby not only allow for consolidation in the medium term but also lead to the desired stability.



Kurzbeschreibung:


Wir untersuchen die jüngsten Stabilitätsprogramme der Regierungen der Euroraum-Länder mit Hilfe der einfachen Identitätsgleichung, nach der die Finanzierungssalden von Staat, Privatsektor und Ausland sich stets zu Null addieren müssen. Während der Fokus des alten Stabilitäts- und Wachstumspakts allein auf dem staatlichen Saldo lag, hat die aktuelle Euro-Krise gezeigt, dass dieser enge Fokus falsch war und dass makroökonomische Stabilität in der Währungsunion die Reduktion der Ungleichgewichte zwischen allen drei Sektoren der einzelnen Volkswirtschaften erfordert. Während dieses Erfordernis nun zunehmend von Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern anerkannt wird, erscheinen die in den aktuellen Stabilitätsprogrammen getroffenen Annahmen in dieser Hinsicht als zu optimistisch. Wir zeigen, dass die einzelnen Stabilitätsprogramme auf optimistischen Wachstumsannahmen beruhen. In der Zusammenschau implizieren sie eine Verbesserung der Leistungsbilanz des Euroraums insgesamt gegenüber dem Rest der Welt, weiterhin deutliche Leistungsbilanzungleichgewichte innerhalb des Euroraums und einen starken Rückgang der privaten Finanzierungssalden in einigen Ländern. Auf der Grundlage von einigen einfachen kontrafaktischen Simulationen schlussfolgern wir, dass ein symmetrischer Ansatz zum Abbau der außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte sehr wahrscheinlich eine Verlangsamung der fiskalischen Konsolidierung (in den Ländern mit Leistungsbilanzüberschüssen) erfordern würde. Zugleich würde eine solche Koordinierung sowohl mittelfristig die Konsolidierung der Staatshaushalte als auch langfristig die erwünschte makroökonomische Stabilität ermöglichen.



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