Squaring the circle in Euroland? Some remarks on the Stability and Convergence Programmes 2010-2013

Brecht, Michael / Tober, Silke / Treeck, Till van / Truger, Achim

Reihe: IMK Working Paper, Nr. 3/2010.
Düsseldorf:  2010, ISSN: 1861-2199. 29 Seiten


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Abstract:


It is generally held, from both a global and a European perspective, that the three most impor-tant objectives for the years to come are 1) the reduction of current account imbalances, 2) the reduction of public deficits, and 3) the reduction of unemployment. This paper argues that the Stability and Convergence Programmes (SCPs) for the period 2010-2013, submitted by the euro area member states to the European Commission in January/February 2010, will not achieve all three objectives. Indeed, under current circumstances, the simultaneous realisation of these objectives would be like "squaring a circle". We show that the SCPs rely on rather optimistic assumptions about private sector demand and GDP growth, given the degree of fiscal consolidation. At the same time, they imply that current account imbalances in EMU would remain quite significant until 2013. Our analysis is mainly based on a few simple accounting identities and places special emphasis on Germany. It leads us to conclude that, in the absence of a drastic deterioration of private financial balances, the only way to achieve the GDP growth rates projected in the SCPs (and, ideally, current account rebalancing) would be for the governments of surplus countries to be prepared to run higher deficits over the next few years. This would be more "fiscally responsible" than the current focus on deficit reduc-tion. Failure to do so may result in persistently high unemployment in the years to come and may threaten the European Monetary Union. A revised version of this paper was published as: Brecht, M., Tober, S., van Treeck, T., Truger, A. (2012): Squaring the circle in Euroland? Some remarks on the Stability and Convergence Programmes 2010-2013, in: Papadimitriou, D., Zezza, G. (2012) Contributions to stock-flow modeling. Essays in honor of Wynne Godley, Basingstoke: Palgrave Macmillan.



Kurzbeschreibung:


Es wird gemeinhin argumentiert, dass die wichtigsten makroökonomischen Herausforderungen für die nächsten Jahre 1.) die Reduzierung der außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte, 2.) die Reduzierung der staatlichen Haushaltsdefizite und 3.) die Reduzierung der Arbeitslosigkeit sind. Dieser Artikel argumentiert, dass die Stabilitäts- und Konvergenzprogramme für den Zeitraum 2010-2013, die die Mitgliedsstaaten des Euroraums der Europäischen Kommission im Januar/Februar 2010 vorgelegt haben, nicht alle drei Ziele erreichen werden. Vielmehr käme - unter gegenwärtigen Bedingungen - die gleichzeitige Realisierung dieser Ziele einer "Quadratur des Kreises" gleich. Wir zeigen, dass die Stabilitätsprogramme - angesichts der geplanten fiskalischen Konsolidierung - relativ optimistische Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der privaten Nachfrage und des BIPs treffen. Gleichzeitig implizieren sie, dass die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte bis 2013 beträchtlich bleiben. Unsere Analyse basiert im Wesentlichen auf einigen einfachen Identitätsgleichungen, und besonderes Augenmerk liegt auf Deutschland. Sie führt zu der Schlussfolgerung, dass - sofern eine drastische Verschlechterung der privaten Finanzierungssalden ausbleibt - die Regierungen der Überschussländer bereit sein sollten, in den nächsten Jahren hohe Haushaltsdefizite zu akzeptieren. Nur so könnten die prognostizierten Wachstumsraten (und im Idealfall der Abbau der außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte) erreicht werden. Diese Vorgehensweise zeugte von größerem "fiskalischer Verantwortungsbewusstsein" als der gegenwärtige Fokus auf Defizitreduzierung. Dieser könnte in den nächsten Jahren zu hartnäckig hoher Arbeitslosigkeit führen und eine Gefahr für die Europäische Währungsunion insgesamt darstellen.



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